Wohnheims am Uni-Klinikum

Studentenwerk Göttingen steckt 28 Millionen in Komplettsanierung des „RoKo“

Turm für Studenten: Das markante Wohnheim Robert-Koch-Straße (RoKo): Das Studentenwerk saniert das Gebäude für mehr als 20 Millionen Euro.
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Ein Wohnturm für Studenten: Das markante Wohnheim Robert-Koch-Straße (RoKo) in der Nähe des Uni-Klinikums. Das Studentenwerk saniert das Gebäude für mehr als 28 Millionen Euro.

Der „Turm“ gehört zum universitären Stadtbild von Göttingen wie das Studentendorf. Jetzt wird er grundsaniert - für 28 Millionen Euro.

Göttingen - Das markante Studentenwohnheim Robert-Koch-Straße, im Studentenmund nur „RoKo“ genannt, ist in die Jahre gekommen. Gebaut wurde es vor mehr als 45 Jahren - 1974/75. Und: Gebäude aus den 70er-Jahren sind sanierungsbedürftig, oft sogar hochgradig. Das wusste auch das Studentenwerk als Träger. Jetzt geht es dieses Riesenprojekt mit einem Volumen von 28,7 Millionen Euro an und plant dafür drei Jahre Umbauzeit in drei Abschnitten ein.

Von den Arbeiten, die vorbereitend im Juli begonnen haben, künden bereits die aufgebauten Gerüste und der eingezäunte Baustellenbereich, an dem vorbei die Bewohner ihren Weg zum Eingang finden.

Grundsätzlich muss das Hochhaus komplett auf Vordermann gebracht werden: das gilt für die energetische Sanierung inklusive Fassade, die Brandschutzauflagen und die Infrastruktur mit Schmutzwasserleitungen, Heizung- und Lüftungsanlagen, Elektro- und Heizungsinstallationen. Auch „bauphysikalische Mängel“ müssen beseitigt werden, wie das Studentenwerk berichtet, ebenso werden die Aufzüge erneuert.

Natürlich werden auch die Zimmer in dem Hochhaus mit insgesamt 418 Wohnplätzen modernisiert. Das alte Mobiliar und die Fußböden-Beläge werden ausgetauscht, die Bäder neu hergerichtet. „Damit Zimmer mit modernem Standard angeboten werden können“, wie Studentenwerk-Geschäftsführer Prof. Dr. Jörg Magull sagt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner seien rechtzeitig informiert worden. „Je nach Verfügbarkeit wurden individuelle Umzugsmöglichkeiten in andere Wohnheime des Studentenwerks organisiert“, heißt es. Aber: Ein klassisches Ausweichquartier pauschal für alle im Bauabschnitt 1 betroffenen Mieter des „RoKo“ gebe es nicht. Während Abschnitt eins läuft, bleiben die Wohnungen und Bereiche, die später saniert werden bewohnt und nutzbar.

„Das ist die größte Sanierungsmaßnahme eines Wohnheimes, die derzeit im Studentenwerk Göttingen stattfindet“, schildert Jörg Magull, der aber auch darauf verweist, dass das Studentenwerk bereits einige Sanierungen von Wohnheimen beendet hat, so auch ein anfangs in der Bewohnerschaft umstrittenes Projekt an der Roten Straße 1-5/Burgstraße 52. Das wurde im August nach etwa drei Jahren Bauzeit erfolgreich fertiggestellt.

Und das Studentenwerk hat auch neu gebaut, so das in Modulbauweise in eineinhalb Jahren erbaute und im Februar 2020 bezogene Appartement-Wohnhaus „Lutterterrasse“ am Nordcampus neben der Nordmensa, die übrigens ebenfalls zurzeit aufwändig generalsaniert und umgebaut wird.

„Baumaßnahmen zur üblichen Instandhaltung finden fortlaufend in allen Wohnheimen nach Bedarf statt“, ergänzt Carmen Heine, Leiterin Gebäudemanagement im Studentenwerk. Das verfügt im Stadtgebiet von Göttingen aktuelle über etwa 40 Wohnheime mit rund 4800 Wohnheimplätzen. Und die wurden über drei Jahrhunderte gebaut, von 1775 bis 2020. (Thomas Kopietz)

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