Studentenwerk: Wohnheimsanierungen nicht zu Lasten der Studierenden

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Immer viel zu tun: Das Göttinger Studentenwerk bietet 4447 Wohnplätze in seinen Immobilien an. Gebäudesanierungen sind unumgänglich. Nicht aber im Neubau Theodor-Heuss-Straße 13, der von der Städtischen Wohnungsbau GmbH gebaut und vom Studentenwerk gemietet wurde. Die Appartements sind später bei Bedarf leicht zu seniorengerechten Wohnungen umzubauen.

Göttingen. Die Studentenwohnheime in Göttingen sollen zu Lasten der Studierenden vom Studentenwerk saniert werden. Das behaupten die Göttinger Studentenvertretung AStA und die Wohnrauminitiative Göttingen in zwei Presserklärungen. Das Studenwerk dementiert.

Vorwurf: Das Studentenwerk plane, die Sanierungskosten als Mehrkosten in Höhe von 30 Euro auf den Semesterbeitrag umzulegen oder die Mieten um 50 Euro zu erhöhen. Was ist an diesen Vorwürfen dran? Wir fragten beim Studentenwerk Göttingen nach.

Sind aktuell Sanierungen von mehreren Göttinger Studentenwohnheimen geplant?

Das Studentenwerk Göttingen hat 41 Wohnheime mit insgesamt 4447 Wohnplätzen. Die Häuser wurden zwischen 1775 und 2015 gebaut. Einzelne Sanierungsmaßnahmen fallen regelmäßig an, um einen gleichbleibenden Wohnstandard zu garantieren. Besonders umfangreiche Maßnahmen sind jedoch nicht geplant.

Wie wurden die Sanierungsmaßnahmen bislang finanziert?

Die Kosten für Sanierungen, Modernisierungen und Neubauten werden über Bank- und KfW-Kredite sowie über Mieteinnahmen beglichen. Das Studentenwerk erhält dafür keine staatlichen Zuschüsse vom Land Niedersachsen. Aufgrund der Vielzahl von Immobilien müssen neue Rücklagen erwirtschaftet werden. Andernfalls kann das Studentenwerk seine sozialen Aufgaben nicht mehr erfüllen.

Hat jede Sanierung demnach eine Mieterhöhung zur Folge?

Ja, da die Kreditzinsen und Tilgungsraten der aufgenommenen Kredite beglichen werden müssen. Allerdings gilt dies nur bei Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Reine Instandhaltungsmaßnahmen werden durch vorhandene Mieteinnahmen bezahlt und haben keine Mieterhöhung zur Folge.

Müssen Göttinger Studenten befürchten, dass sie zur Kasse gebeten werden?

Davon ist aktuell nicht auszugehen. Die Informationen, auf die sich Asta und Wohnrauminitiative Göttingen beziehen, waren lediglich erste Überlegungen des Studentenwerks darüber, wie wie Sanierungen von Wohnheimen künftig finanziert werden können. Eine konkrete Entscheidung ist aber noch nicht gefällt worden.

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