Online und in der Uni

Göttinger Hochschulen stellen sich auf ein weiteres „Hybridsemester“ ein

Ein voller Hörsaal an der Uni Göttingen: Das soll es in Corona-Zeiten natürlich nicht geben. Stattdessen werden viele Lehrveranstaltungen online angeboten.
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Ein voller Hörsaal an der Uni Göttingen: Das soll es in Corona-Zeiten natürlich nicht geben. Stattdessen werden viele Lehrveranstaltungen online angeboten. /Archivfoto

Die Corona-Krise verändert auch im Wintersemester 2020/21 das Studium und die Arbeit an den Hochschulen.

Göttingen – Die Göttinger Einrichtungen richten sich auf ein „Hybridsemester“ ein: Das bedeutet, dass die Studienangebote überwiegend online stattfinden. Eine Reihe von Veranstaltungen wird es auch in der Uni geben.

Hybridsemester an Unis: Vorgabe aus Hannover

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) hat die Hochschulen angewiesen, einen Mix aus digitalen Prüfungs- und Lernformaten sowie Präsenzveranstaltungen anzubieten. „Hochschulen sind der Ort des Diskurses und der Begegnung. Besonders für die Erstsemester sind persönlicher Kontakt und Austausch wichtige Grundlage für optimale Lernbedingungen“, sagt Staatssekretärin Sabine Johannsen.

Mit Blick auf das „Hybridsemester“ macht sie deutlich: Die Erfahrungen aus dem Sommersemester haben aus ihrer Sicht gezeigt, dass Online-Lehre für viele Veranstaltungsformen gut funktioniert. „Die Präsenzlehre ist aber in vielen Fächern und für alle Hochschultypen elementar und bleibt.“ Natürlich müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Dazu gehört auch die Maskenpflicht.

Hybridsemester an Unis: Universität Göttingen

Die Universität Göttingen hat festgelegt, dass die Mehrzahl der Lehrveranstaltungen wieder überwiegend in digitaler Form angeboten werden müssen. Sie spricht erneut von einem „Hybridsemester“. Aber es gibt natürlich Veranstaltungen, bei denen eine Präsenz unumgänglich ist – zum Beispiel bei Übungen in einem Labor. Deshalb stellt die Hochschule klar: „Der Anteil digitaler, hybrider und in physischer Form stattfindender Lehrveranstaltungen wird sich nach den besonderen Bedingungen der einzelnen Fakultäten richten“, heißt es. Eines ist schon jetzt klar: Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, müssen bei allen Präsenz-Veranstaltungen die persönlichen Daten der Teilnehmer erfasst werden.

Es sollen, wenn dies möglich ist, verstärkt Präsenzveranstaltungen angeboten werden – aber immer unter der Maßgabe, nicht die Ausbreitung des Virus zu befördern. Die genauen Zeiten für das Semester sind unterdessen auch klar: Die Universität Göttingen startet mit der Orientierungsphase für das Wintersemester am Montag, 26. Oktober. Auf die O-Phase legt die Universität auch in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk, um den Studieneinsteigern einen guten Start zu ermöglichen. Die Immatrikulationsfeier, die weitgehend digital stattfindet, ist für Montag, 2. November, geplant. Die Vorlesungen beginnen ebenfalls am ersten November-Montag und enden am 12. Februar.

Hybridsemester an Unis: HAWK

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) versucht im Wintersemester so weit wie möglich auf digitale Formate im Lehrbetrieb, der Anfang Oktober startete, zu setzen. Für Erstsemester gab es eine spezielle Veranstaltung als Videostream und im Internet wurden alle relevanten Informationen für die Studieneinsteiger gebündelt. Außerdem gibt es Schulungen für Lehrende, damit die digitalen Angebote noch besser gelingen. Dabei geht es um technische Fragen, aber auch um Stimme und Körpersprache während der Übertragungen.

Hybridsemester an Unis: PFH

An der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) wird in ganz kleinen Gruppen im Präsenzbetrieb gearbeitet – unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Völlig unproblematisch ist hingegen das Fernstudium, das vor allem online angeboten wird. Die Klausuren finden in den Fernstudienzentren oder auf dem Campus in Göttingen statt. Auch dabei werden die jeweils geltenden Bestimmungen penibel eingehalten.

Von Bernd Schlegel

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