Sondierung geht weiter

Suche nach Blindgängern in Göttingen: Verdachtspunkt muss näher untersucht werden

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg: Eine solche 250-Kilogramm-Bombe war im Oktober in Göttingen gefunden worden. Der werden mehr als 80 Verdachtspunkt in der Weststadt untersucht.
+
Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg: Eine solche 250-Kilogramm-Bombe war im Oktober in Göttingen gefunden worden. Der werden mehr als 80 Verdachtspunkt in der Weststadt untersucht.

Eine gesprengte Splitterhandgranate aus dem Zweiten und ein Verdachtspunkt, der noch genauer unter untersucht werden muss: Das ist die Bilanz der siebten Kampfmittelsondierungswoche in der Göttinger Weststadt. Das berichtet die Stadtverwaltung.

Göttingen – Im Bereich rund um die gesprengte US-Splitterhandgranate waren keine weiteren Blindgänger vorhanden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) und die Spezialfirma Schollenberger fanden dort und an drei weiteren Stellen im Bereich der Kleingartenanlage „Auf der Masch“ lediglich vergrabenen Schrott sowie einen Kanal, der nicht in den Plänen verzeichnet war.

Außerdem begannen inzwischen die Sondierungen im Bereich der Bezirkssportanlage Maschpark. Dort wurde ein erster Verdachtspunkt überprüft. Die Fachleute stellten dabei fest, dass sie diesen Punkt zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal intensiver unter die Lupe nehmen müssen, ähnlich wie im Fall der benachbarten Kleingartenanlage.

Zunächst setzen der KBD und die Spezialfirma in der kommenden Woche die Arbeiten an drei weiteren Verdachtspunkten am Maschpark fort. Insgesamt sind in diesem Bereich bis Weihnachten sieben Punkte zu sondieren. Falls sich weitere Punkte für eine vertiefte Untersuchung ergeben, so sollen diese Bereiche ebenfalls noch kurz vor Weihnachten oder Anfang Januar 2022 unter die Lupe genommen werden. Die Sondierung weiterer Verdachtspunkte in der Weststadt erfolgt dann ebenfalls im Januar.

Unterdessen werden die Aufräumarbeiten im Bereich der Kleingartenanlage fortgesetzt. Daher bleibt der Gehweg zwischen der Anlage und dem Parkplatz am Schützenanger bis auf Weiteres gesperrt. Einsatzkräfte der Stadt Göttingen sorgen dafür, dass die ausgehobenen Sondierungslöcher wieder verfüllt werden. Außerdem sind einige weitere Arbeiten erforderlich, unter anderem an einem Zaun eines Kleingartens.

Insgesamt müssen westlich und östlich der Leine (Godehardstraße, Blümchenviertel, Schützenplatz) mehr als 80 Verdachtspunkte auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht werden. Nach sieben Sondierungswochen können davon 17 Verdachtspunkte ausgeschlossen werden. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.