Südniedersachsen-Innovations-Campus: Aus der Forschung in die Betriebe

Drei Unterschriften: Mit ihnen haben Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (links), Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und ihr Göttinger Amtskollege Bernhard Reuter die neue Technologieberatung perfekt gemacht. Foto: Niesen

Göttingen. Mit einer auf zunächst vier Jahre angelegten Technologieberatung des Südniedersachsen-Innovations-Campus (SNIC) sollen Arbeitsplätze insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen gesichert und neu geschaffen sowie die Gründung neuer Unternehmen gefördert werden.

Diese Hoffnung verbinden die Landräte der Kreise Northeim und Göttingen, Astrid Klinkert-Kittel und Bernhard Reuter, sowie der Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, Rolf-Georg Köhler, mit ihrer Unterschrift unter eine entsprechende Vereinbarung. Sie ist mit einem Etat von jährlich 200 000 Euro ausgestattet und soll über die Wirtschaftsförderungen der drei Beteiligten in Kooperationen mit Unis, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen umgesetzt werden. Die Wirtschaftsförderer sind dabei jeweils die ersten Ansprechpartner. Die Beratung erfolgt danach über einen externen Dienstleister, dessen Leistungen inzwischen ausgeschrieben worden sind.

Neue Arbeitsplätze

Landrat Reuter sagte, die Region Südniedersachsen sei gemessen an der Bevölkerungszahl die forschungsintensivste Region Deutschlands. Gleichwohl profitiere die Wirtschaft zu wenig von diesem hohen Standard. Seine Forderung: „Aus Wissen muss Arbeit werden.“ Deshalb hätten sich die drei Gebietskörperschaften im Rahmen des SNIC auf die Einführung der Technologieberatung verständigt. Sie soll den Wissens- und Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Betriebe herstellen und bei Bedarf Forschungs- und Entwicklungsarbeit übernehmen beziehungsweise begleiten, die sich kleine und mittlere Betriebe selbst kaum leisten könnten. Astrid Klinkert-Kittel: „Es gibt so viele Ideen in den Betrieb, aber keine Verknüpfung. Und je weiter die Betriebe von Göttingen entfernt sind, umso schwieriger wird es.“

Die zweite Seite der Beratung ist die Unterstützung und Beratung von Forschern und Technikern, die beispielsweise aus Forschungseinrichtungen oder Unternehmen heraus Betriebe gründen wollen. Davon verspricht sich Göttingens Oberbürgermeister Köhler neue Impulse: „Die Gründerzentren in der Stadt sind voll.“

Diese neue Form der Technologieberatung ist auf die drei Beteiligten begrenzt. In den Landkreisen Goslar, Osterode und Holzminden, die ebenfalls zum SNIC gehören, gibt es bereits eine Technologieberatung. In den beiden Harzkreisen arbeitet sie eng mit der Technischen Universität Clausthal zusammen. Der Landkreis Holzminden stützt sich auf die Innovationsgesellschaft für Hochschule und Wirtschaft mbH.

Innovationsberater

Außerdem beschäftigt die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen beschäftigt drei sogenannte „Beauftragte für Innovation und Technologie“, die vor allem die Bereiche Umwelt, Bau und Metalltechnik abdecken. An der Industrie- und Handelskammer Hannover ist zu dem ein Innovationsberater tätig, der für ganz Niedersachsen arbeitet. (zhp)

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