Starke Behinderungen im Reiseverkehr

Suizidankündigung: Bahnhof Göttingen war für mehr als 30 Minuten gesperrt

Göttingen. Nach der Ankündigung eines Suizids war der Bahnhof Göttingen am Donnerstag am späten Nachmittag für mehr als 30 Minuten gesperrt. 

aktualisiert um 17.55 Uhr - Eine Frau hatte sich  gegen 16.45 Uhr telefonisch gemeldet und eine Selbsttötung angekündigt. Daraufhin war der Bahnbetrieb im Bahnhof Göttingen gestoppt worden. Etwa 45 Minuten später wurde sie dann gefunden und wird vernommen. "Wir haben telefonisch Kontakt zu der Frau", sagte zuvor ein Sprecher der Bundespolizei.

Gegen 17.30 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Allerdings fuhren die Züge für etwa 15 Minuten zunächst "auf Befehl". Das bedeutet, dass sich die Lokführer jede einzelne Fahrt bestätigten lassen mussten und besonders langsam fahren mussten. Inzwischen läuft der Verkehr wieder normal. 

Zuvor konnte mehr als eine halbe Stunde lang kein Zug den Bahnhof passieren. Für Reisende gab es zum Teil erhebliche Behinderungen. Mehrere Fernzüge haben dadurch 30 Minuten und mehr Verspätung.

Zahlreiche Züge mussten auf anderen Bahnhöfen, zum Beispiel in Hildesheim, warten. Sie konnten inzwischen weiterfahren. Reisende sollten sich trotzdem vor Fahrtantritt unbedingt informieren. Auskünfte über Verspätungen an einzelnen Bahnhöfen können es hier abgefragt werden. 

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Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns entschieden, nicht über (geplante) Suizide zu berichten, es sei denn, sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Selbsttötungen. 

Wenn Sie sich betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufgezeigt haben.

Rubriklistenbild: © düa

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