Super-Jahr für Sartorius: Anleger erhalten deutlich mehr Dividende

Sartorius Hauptsitz in Göttingen: Die dunklen Wolken täuschen - das börsennotierte Unternehmen steht blendend da, wie die Jahreszahlen 2015 und Prognose Foto: Kopietz

Göttingen. Die Sartorius AG hat am Freitagmittag hervorragende Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vorgelegt – und geht von ähnlich guten Ergebnissen für 2016 aus. Auch die Aktionäre dürfen sich auf eine deutlich höhere Dividende freuen.

Der weltweit operierende Pharma- und Laborzulieferer Sartorius mit einem augenblicklichen Börsenwert von 5,6 Milliarden Euro hat ein „herausragendes Jahr 2015“ hinter sich, wie Vorstandschef Dr. Joachim Kreuzburg anlässliche der Bilanzpressekonferenz in Göttingen sagte. In Zahlen: Das seit den 90er-Jahren börsennotierte Unternehmen verzeichnete ein Umsatzplus von 16 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Der operative Gewinn stiegt um 40,9 Prozent zum Vorjahr und betrug 263,2 Millionen Euro. Zahlenbringer ist die Sparte Bioprocess Solutions, aber auch die klassische Laborsparte verzeichnete laut Kreuzburg ein „gutes Wachstum“. Derweil sank die – ohnehin niedrige – Verschuldungsquote. Das Eigenkapital wuchs 2015 um sechs Prozent.

Umsatz- und Gewinnplus schlugen im Unternehmen durch: So stieg die Mitarbeiterzahl um rund 10 Prozent, 570 Mitarbeiter kamen neu hinzu, 130 dabei kamen aus Firmenzukäufen. Sartorius beschäftigt nun 6185 Menschen, davon in Deutschland 2358, am Hauptsitz Göttingen 2064 plus 140 Auszubildende. Ständig sind zudem 120 Praktikanten im Betrieb.

Für die Aktionäre wichtig, das Unternehmen lässt sie am Erfolg teilhaben: Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung – die wohl kaum ablehnen wird – eine kräftige Dividendenerhöhung im Vergleich zu 2014 vor: Die Stammaktie bringt 1,50 Euro statt zuvor 1,06; und die Vorzugsaktie sogar 1,52 Euro statt bisher 1,08.

Bereits gestern hatte Sartorius angekündigt, einen Aktien-Split, eine Teilung der Aktien und somit das Entstehen weiterer Zertifikate vorzunehmen. Grund ist der hohe Wert von rund 270 (Stammaktie) und 220 Euro (Vorzugsaktie). Mehr Papiere, das heißt ein niedrigerer Wert und somit auch Kaufpreis. „Damit wollen wir gewährleisten, dass wir für Kleinaktionäre weiter attraktiv bleiben“, begründete Kreuzburg. 

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