Kirche

Göttingens neuer Superintendent ist nun offiziell im Amt

Superintendent Dr. Frank Uhlhorn, Kirchenkreis Göttingen
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Einführungsgottesdienst in der St. Johanniskirche: Dr. Frank Uhlhorn ist der neue Superintendent für den Kirchenkreis Göttingen.

Mit einem Gottesdienst in der St. Johanniskirche wurde Dr. Frank Uhlhorn am Sonntagnachmittag in sein neues Amt als Superintendent des Kirchenkreises Göttingen eingeführt.

Göttingen – Nachdem Uhlhorn bereits im August vom Kirchenkreisvorstand zum Nachfolger von Friedrich Selter gewählt worden war, der als Regionalbischof in den Sprengel Osnabrück wechselte, hatte der neue Superintendent im September in sein Amt eingeführt werden sollen.

Ein Fahrradunfall einen Tag vor der Zeremonie hatte dies jedoch verhindert und die Vakanz um nahezu vier Monate verlängert. „Im Namen der Landeskirche danke ich der kommissarischen Superintendentin Wiebke Vielhauer und ihrem Stellvertreter, Pastor Thorsten Rohloff, sowie allen anderen, die dazu beigetragen haben, dass die Zeit bis zur Einführung des neuen Superintendenten so gut und reibungslos verlaufen ist“, betonte Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder während des Einführungsgottesdienstes.

Lobende Worte: Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder beim Einführungsbischöfin.

Für Frank Uhlhorn, der als Jugendlicher eigentlich Schauspieler werden wollte, fand die Regionalbischöfin nur lobende Worte. „Glücklicherweise hat Ihr Weg Sie in die Theologie getrieben“, sagte sie an den 55-Jährigen gebürtigen Hannoveraner gewandt. Er sei ein Mann, „der Lust hat, für das Evangelium einzustehen“.

Dabei sei er stets unkonventionell geblieben. „Und das ist gut so“, betonte Ruck-Schröder. „Die Traute, die Sie mitbringen, können diese Stadt und auch das Land gut gebrauchen.“ Uhlhorn sei ein „sehr gut vernetzter Kommunikationsprofi“, der Lebenslust und Neugier ausstrahle.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und darauf, mit Ihnen den ländlichen Raum zu gestalten in Zeiten des demographischen Wandels“, sagte Kreisrat Marcel Riethig in seinem Grußwort. Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) betonte die Vorfreude auf die Zusammenarbeit und schenkte dem neuen Superintendenten zu dessen großer Freude eine helle Stirnlampe, die ihn künftig vor Unfällen wie dem im August bewahren soll.

Dechant Wigbert Schwarze von der katholischen Pfarrgemeinde St. Godehard sprach von einem „guten Tag für Göttingen, vor allem was die Christen und die Ökumene angeht“ und kündigte an, als Christen gemeinsam und selbstbewusst Flagge zu zeigen, sich in die Stadt- und Kreisgesellschaft einzumischen.

„Die Vorbereitungen für die Fusion unserer beiden Kirchenkreise laufen auf allen Ebenen und da ist es natürlich nicht egal, wer an der Spitze des Kirchenkreises Göttingen steht“, sagte Thomas Henning, Superintendent des Kirchenkreises Münden. „Unsere ersten Begegnungen waren außerordentlich ermutigend und erfreulich, sodass ich mir gut vorstellen kann, dass wir beide als Doppelspitze an dem neuen Kirchenkreis arbeiten und wir ihm gemeinsam vorstehen werden.“

Henning wünschte sich eine „enge und vertrauliche Zusammenarbeit“ und versprach, seinen Teil dazu beizutragen. „Unsere Aufgabe wir nicht leicht, aber wir werden es zusammen schaffen.“

Frank Uhlhorn selbst zeigte sich bewegt und berührt. Er danke allen, die diesen Tag gestaltet und „zu etwas ganz Besonderem“ für ihn gemacht hätten. „Ich freue mich auf die Zukunft“, betonte der Superintendent. Worte, die man ihm ohne jeden Zweifel so auch abnahm. (Per Schröter)

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