Fußball-Landesliga: 2:0 gewinnt der SC Hainberg am Sandweg 

SVG Göttingen verliert das Derby 

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Gebremst: Der SVGer Benjamin Duell (unten) bleibt hier im Zweikampf Sieger gegen Hainbergs Niklas Pfitzner, der sein Team mit zwei Treffern zum Sieg schoss.  

Göttingen. Das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein SC Hainberg hatte sich Dennis Erkner auch ganz anders vorgestellt.

Der Trainer kassierte mit seinem neuen Club SVG Göttingen am Sandweg in der Fußball-Landesliga eine nicht einkalkulierte 0:2 (0:0)-Niederlage. Es war für die Schwarz-Weißen nach vier Siegen in vier Spielen die erste Pleite für den Oberliga-Absteiger.

Freudentänze und -gesänge aufseiten der Hainberger, Niedergeschlagenheit bei den Spielern des Gastgebers – so die Situation nach dem Abpfiff eines von viel Taktik geprägten Spiels. „Wir haben schlecht gespielt, waren mittellos und haben keinen Fuß auf den Boden bekommen“, nahm Erkner kein Blatt vor den Mund. „Wir haben Hainberg in die Karten gespielt“, so der SVG-Coach weiter, dem bis auf Josu de las Heras Vicuña die Kreativkräfte fehlten.

Den Spanier aus dem Spiel genommen zu haben, darin sah Hainbergs Trainer Oliver Hille den Schlüssel zum späteren Erfolg. Unsere Stürmer waren quasi Abwehrspieler gegen Vicuña“, so Hille, der zu Recht von einem „absolut verdienten Sieg“ sah.

Lediglich in den ersten 15 Minuten hatten die SVGer mehr vom Spiel. Doch mit zunehmender Spieldauer agierten die Gäste immer selbstbewusster, stellten geschickt die Räume zu, hatten damit auch wenig Probleme, weil sich die SVG-Spieler auch zu wenig bewegten, zudem der Pass in die Spitze viel zu ungenau war.

In beiden Strafräumen tat sich in den ersten 45 Minuten nur sehr wenig, Torchancen blieben Mangelware, zumal der Offensive der SVG die Ideen fehlten. Auf der anderen Seite lauerten die Hainberger auf Fehler des Gegners, um schnell von Defensive in die Offensive umschalten zu können.

Elfmeterpfiff zurückgenommen

Die erste nennenswerte Torchance hatten indes die SVG durch Nicolas Krenzek, der jedoch SC-Keeper Aleksandar Stankovic nicht überwinden konnte. Anfällig zeigte sich dann die Defensive der Gastgeber, als Rolf-Hendrik Ziegner einen langen Pass auf Gianni Weiss schlug, der sich gegen drei Gegenspieler durchsetzen konnte, den Ball vor das SVG-Tor brachte, wo Niklas Pfitzner nur noch den Fuß hinhalten musste zur 1:0-Führung in der 73. Minute. Die endgültige Entscheidung fiel nach einem blitzsauberen Konter gegen die aufgerückte SVG-Abwehr, als erneut Pfitzner ins leere Gehäuse einschieben konnte. Als Schiedsrichter Ben-Erik Salb zum Erstaunen aller in der Nachspielzeit nach einem angeblichen Foul von Ziegner auf den Elfmeterpunkt zeigte, wurde er von seinem Assistenten eines Besseren belehrt, nahm den Elfmeterpfiff zurück. (gsd)

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