SVG-Torjäger Kaul: Aus dem Strafraum zum Berlin-Marathon

Ballannahme in Bedrängnis: Der SVGer Stephan Kaul (rechts) im NFV-Pokal gegen Hildesheims Sotirios Panagiotidis. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Mit den ersten beiden Treffern beim überraschend deutlichen 4:1-Sieg gegen Uphusen hat Stephan Kaul von der SVG Göttingen erneut nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht.

Nicht nur damit bestätigte der in Prag geborene Stürmer seine gute Vorbereitungsphase. „Ich konnte die gesamte Vorbereitung mitmachen, habe sechs Wochen gut trainiert“, sagt der Stürmer, der im vergangenen Februar vom BV Germania Wolfenbüttel an den Sandweg kam. „Jetzt läuft’s, es macht einfach Spaß.“ Mit seinen nur 21 Jahren ist Kaul schon eine Menge herumgekommen: Eineinhalb Jahre hat er für die Wolfenbütteler Germanen gespielt, zuvor für die Freien Turner in Braunschweig, wo auch seine Eltern leben. Dass er in Prag zur Welt kam, erklärt sich so: Seine Mutter ist Tschechin. Was sich auch auf sein Studium auswirkt. Kaul studiert Sport und Slawistik. Im Jugendbereich spielte der SVGer fünf Jahre beim Wuppertaler SV und in Bergisch Gladbach sogar in der Jugend-Bundesliga.

In Göttingen ist Kaul nun seit etwa einem halben Jahr. „Es passt alles. Ich habe mich gut eingelebt, wohne mit meiner Freundin hier.“ Die heißt Amaya und stammt aus Chile. Bei Stephan Kaul geht’s eben ziemlich international zu. Vorbei ist inzwischen auch die ständige Pendelei zwischen Braunschweig und Göttingen. „Anfangs bin ich immer noch gefahren, aber das war irgendwann zu viel“, berichtet der schwarz-weiße Angreifer. Außerdem sei das SVG-Team auch stärker als Germania, die aus der Landesliga abgestiegen ist.

Gegen namhafte Gegner

Und wie geht’s jetzt so in der Oberliga? „Ganz gut“, sagt Kaul. Der Aufwand mit dreimaligem Training pro Woche und den weiteren Auswärtsfahrten lasse sich bewältigen. „Außerdem freut man sich ja auch, gegen namhaftere Gegner antreten zu können.“

Kaul ist aber nicht nur Fußballer, sondern auch passionierter Läufer. Beim Göttinger Altstadtlauf war er zwar nicht dabei, dafür aber will er im September beim Berlin-Marathon starten. Auch Hindernis-Läufe absolviert er gern. Kaul: „Das ist eine echte Herausforderung.“ Am Sonntag geht es aber erstmal in der Oberliga weiter: Die SVG muss zum VfL Oldenburg. Gibt es da das nächste Kaul-Tor? (haz/gsd-nh)

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