Förderung für junge Talente

Sylvester-Märten-Preis für drei junge Kaufleute

Verleihung des Sylvester-Märten-Preises in der Arnoldi-Schule (von links): Stefan Kretschmer, Marcel Gwosdz, BBS I-Schulleiter Rainer Wiemann, Lydia Gaedecke, Dominic Meyer und Beatrix Kretschmer. Foto: Hans-Peter Niesen

Göttingen. Der Göttinger Sylvester-Märten-Preis geht in diesem Jahr an die Verkäuferin Lydia Gaedecke sowie an die Kaufmänner im Einzelhandel, Marcel Gwosdz und Dominic Meyer.

Mit dem jeweils mit 500 Euro dotierten Preis für den talentierten Nachwuchs im stationären Handel wird an das traditionsreiche Göttinger Geschäft Sylvester Märten erinnert, das 2016 nach mehr als 100 Jahren geschlossen werden musste.

Außerdem erhielten in der Göttinger Arnoldi-Schule (Berufsbildende Schulen I) 86 junge Frauen und Männer ihre Abschlusszeugnisse nach der erfolgreichen Beendigung ihrer Ausbildung zu Verkäufer/innen und Kaufleuten im Einzelhandel.

Den Sylvester-Märten-Preis 2018 übergab das Ehepaar Beatrix und Stefan Kretschmer als Vertreter der Stiftung. Stefan Kretschmer betonte in seiner Ansprache angesichts der Herausforderungen durch die Konkurrenz im Internet die Wichtigkeit des Kontakts zwischen Verkäufern und Kunden. „Es braucht Konzepte, um den Einkauf besser und ihn zu einem Erlebnis zu machen“, sagte er. Dafür bedürfe es digitaler Kompetenzen.

Das unterstrich auch Kreisrat Marcel Riethig, zuständig beim Landkreis Göttingen für Schulen. Der Landkreis Göttingen habe als einziger jetzt 250.000 Euro für die Verbesserung der digitalen Ausbildung an den Berufsbildenden Schulen bereitgestellt.

Dominic Meyer dankte stellvertretend für alle Preisträger und erinnerte an Werte wie Fleiß und Pflichterfüllung als Grundlage für erfolgreiches Wirtschaften.

Der Vorsitzende des Kreisverbandes Göttingen im Handelsverband Hannover, Alexander Grosse, sagte, der stationäre Handel der Region sei zwar noch gut aufgestellt, spüre aber die Herausforderungen durch die Konkurrenz des Internets. Der Handel vor Ort könne nicht wie die Internet-Firmen rund um die Uhr verkaufen, und jetzt gäbe es auch noch einen zusätzlichen Feiertag in Niedersachsen.

Kritik übte er an der seiner Auffassung zufolge schlechten Parkplatzsituation in Göttingens Innenstadt. Sie seien zu alt und zu klein. Trotz der Herausforderungen für den Einzelhandel glaube er an seine Zukunft.

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