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Der Tanz der leuchtenden Pferde in der Göttinger Lokhalle

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Von: Ute Lawrenz

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Mit Lampen und Leuchtschwertern: Bei „Cavalluna in der Lokhalle Göttingen zeigt die spanische Equipe um Sebastián Fernández mit ihren leuchtenden Pferden die Reitweise der Rinderhirten.
Mit Lampen und Leuchtschwertern: Bei „Cavalluna in der Lokhalle Göttingen zeigte die spanische Equipe um Sebastián Fernández mit ihren leuchtenden Pferden die Reitweise der Rinderhirten. © Ute Lawrenz

Die Unterhaltungsshow „Cavalluna“ bietet Vielfalt für Reiter, Pferdefreunde und Showbegeisterte. Am Wochenende gastierte sie in der Lokhalle, auch Sonntag, 18 Uhr.

Göttingen - Für Reiter ist das reiterliche Können und der Umgang mit den Pferden bestechend, Pferdefans genießen die Show mit Pferden, Tänzern und Akrobaten - das ist „Cavalluna“.

Wer lernen will, wie man in vielen Sprachen Danke sagt, bekommt bei der Show eine kleine Lehrstunde: Sie beginnt mit einem Dank an Publikum: Trotz der langen Pandemiezeit, in der die „Cavalluna“ nicht starten konnte, seien die Zuschauer wiedergekommen. In einem Video sprechen die Akteure aus aller Herren Länder ihren Dank aus. Schön findet das eine Zuschauerin. Nun kann die Geschichte beginnen.

Nach dem Tod ihrer Mutter soll Samira, Prinzessin der Freude, den Thron besteigen. Doch ihr Cousin Abdul entführt sie vor der Krönung. Nur wenn sie die Elemente bezwingt, hat sie die Chance, ihn zu besiegen. Samira beginnt den Kampf gegen das Böse. Dabei begegnen ihr Freunde und Feinde, verkörpert von verschiedenen Pferde-Formationen.

Die spanische Equipe um Sebastián Fernández zeigt die Reitweise der Rinderhirten und besticht mit „leuchtenden“ Pferden. Wie im Hemd aus Lichterketten sind die Pferde „eingekleidet“ und leuchten in den verschiedensten Tönen.

Schwierigste Lektionen der hohen Schule präsentiert die Equipe Luis Valença. Ein Pferd beherrscht die Kapriole, bei der es hoch genug springt, um mit den Hinterbeinen auszuschlagen und dann wieder sicher zu landen – wie viele der gezeigten Lektionen ist das nur durch jahrelanges Training zu erreichen.

Faszinierend ist die Freiheitsdressur von Bartolo Messina. Das erste Pferd schickt er um sich herum, mit vier Pferden formt er in der Bahn eine Raute. Zum Schluss stehen neun Pferde still parat, als ob sie ihren Meister begrüßen wollten. Für Begeisterung und Lacher sorgt er außerdem mit seinen Shettys.

Begeisterung um Trickreiter

Für Begeisterung sorgen die Trickreiter der Hasta Luego Academy. Die Reiter bleiben keinesfalls im Sattel, mal sitzen sie rückwärts auf dem Hals, mal schweben sie neben dem Pferdekörper. Gewagt ist es, im rasenden Galopp unter dem Pferdebauch durchzukriechen.

Mit der ungarischen Post bereiten die Geschwister Giona dem Publikum ein weiteres Highlight. Stehend auf jeweils zwei Pferden lenken sie diese im Galopp über Hindernisse. Diego Giona beweist sein Können mit einem Gespann von vier oder sechs Pferden.

Göttin der Ewigkeit

Die „Göttin der Ewigkeit“, Giorgia Kolias, kann ihr Pferd durch Wellen (gebildet aus Stoff) bewegen. Durch ein Flammenmeer reitet Sofia Bacioia als Amazone des Feuers. Im Damensattel bringt Amalia Ruscone, Amazone der Erde, ihre Stute zur Piaffe, Passage und zum Einerwechsel (fliegender Galoppwechsel bei jedem Sprung).

Star der „Legende“ ist Kenzie Dysli als Samira. In der Show „Welt der Fantasie“ vor drei Jahren wirkte die Pferdetrainerin als Pferde-Choreografin mit. Nun ist sie gleich in Mehrfachfunktion als Tänzerin, Akrobatin und Trickreiterin eingestiegen. Der Lohn für alle sind am Ende von „Cavalluna“ in der Lokhalle stehende Ovationen. (Ute Lawrenz)

Informationen unter www.cavalluna.com.

 Bartolo Messina steht bei „Cavalluna“ in der Göttinger Lokhalle  nach der Freiheitsdressur neben seinen Pferden.
Faszinierende Dressur: Bartolo Messina zeigte bei „Cavalluna“ in der Göttinger Lokhalle die Freiheitsdressur. Am Ende standen alle Pferde still. © Ute Lawrenz

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