"Die Rache an der Welt"

Der vierte Fall: Tatort-Duo ermittelt wieder in Göttingen

Drehtermin der Pathologie der Universitätsmedizin Göttingen: Regisseur Stefan Krohmer (Mitte) bespricht die Szene am Kühlfach mit Marcel Krebs von der UMG.
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Drehtermin der Pathologie der Universitätsmedizin Göttingen: Regisseur Stefan Krohmer (Mitte) bespricht die Szene am Kühlfach mit Marcel Krebs von der UMG.

In Göttingen sind die Dreharbeiten für den vierten Tatort gestartet. Dieses Mal erschüttert ein Serientriebtäter die Stadt.

Göttingen – Im Mittelpunkt der Produktion des Norddeutschen Rundfunks (NDR) steht das Ermittler-Duo Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Anaïs Schmitz (Florence Kasumba). Die Kommissarinnen stehen für ihren aktuellen Fall bis zum 10. September in Göttingen und Umgebung sowie in Hamburg vor der Kamera. Die beiden werden beim Krimi mit dem Arbeitstitel „Die Rache an der Welt“ mit der Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Studentin konfrontiert.

Tatort in Göttingen: Könnte der Wikinger einen Schritt weiter gegangen sein?

Zum Inhalt des Falls: Die heile Welt von Göttingen wird diesmal durch einen Serientriebtäter erschüttert, der an abgelegenen Ecken Frauen auflauert und zu sexuellen Handlungen zwingt. „Der Wikinger“, wie der Mann in der Presse genannt wird, hat seine Opfer bislang am Leben gelassen.

Als in einem kleinen Park an einem See die Leiche der Studentin Mira gefunden wird, fragen sich die beiden Ermittlerinnen Charlotte Lindholm und Anaïs Schmitz, ob der Wikinger dieses Mal einen Schritt weiter gegangen sein könnte – das Opfer wurde erst brutal vergewaltigt, dann ermordet. Um keine Zeit zu verlieren, gibt Charlotte Lindholm den Anstoß für eine erweiterte Herkunftsanalyse der DNA vom Tatort.

Tatort in Göttingen: Der Film läuft voraussichtlich 2021 im Fernsehen

Die Regie bei dem Krimi führt diesmal Stefan Krohmer. Das Drehbuch für den 90-Minuten-Thriller schrieb sein „Stammautor“ Daniel Nocke. Beide sind vielfach preisgekrönt. Ihr für den NDR entstandener Film „Meine fremde Freundin“ wurde vor drei Jahren mit dem Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen geehrt. Das Erste wird den NDR-Tatort aus Göttingen voraussichtlich im kommenden Jahr an einem Sonntag um 20.15 Uhr zeigen.

Drehstart in Göttingen: (von links) Kameramann Patrick Orth, die Hauptdarstellerinnen Florence Kasumba und Maria Furtwängler sowie Stefan Krohmer, der Regie führt.

Zu den weiteren Darstellerinnen und Darstellern gehören Daniel Donskoy (Nick Schmitz), Mala Emde (Jelena), Sascha Gersak (Henry Stropp), Leonard Carow (Elmo), Bagher Ahmadi (Ehsan), Eidin Jalali (Munir), Luc Feit (Gerd Liebig) und Jonas Minthe (Leon Ciaballa).

Tatort in Göttingen: Gedreht wird auch in der Innenstadt und der UMG

Produzentin ist Iris Kiefer von Filmpool Fiction. Die Kameraführung liegt bei Patrick Orth, Als Producerin fungiert Annette Köster. Die NDR-Redaktion haben Christian Granderath und Sabine Holtgreve.

Die Tatort-Mannschaft des Norddeutschen Rundfunks dreht an mehreren Schauplätzen in Göttingen – so zum Beispiel in der Innenstadt und bei der Universitätsmedizin. Außerdem wurden alle Mitglieder des Filmteams auf das Corona-Virus getestet. Alle waren negativ.

Tatort in Göttingen: Viele Schaulustige verfolgten die Arbeiten des Filmteams

Vor dem Friseur „Salon Lafta“ an der Groner-Tor-Straße in Göttingen tummelten sich die Darsteller des vierten Göttinger Tatorts und warteten dabei auf ihren Auftritt. Auch Mitarbeiter der Produktion sind dazwischen. Sobald der richtige Moment gekommen ist, setzen sich alle in Bewegung – der Dreh begann. Viele Schaulustige verfolgten die Arbeiten des Filmteams. Natürlich standen ständig Security-Kräfte bereit, damit die Dreharbeiten reibungslos über die Bühne gehen konnten.

Viel Aufwand war auch für Szenen notwendig, die bei der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) aufgenommen wurden. Im Mittelpunkt standen dabei Aufnahmen in der Pathologie. Etwa zehn Lieferwagen, ein Kleinlaster und Lastwagen sowie 15 Autos brachten die benötigte Ausrüstung über einen Seiteneingang in die Räume. Das Team durfte wegen der Corona-Krise keine Fahrgemeinschaften bilden.

Tatort in Göttingen: Alle Teammitglieder wurden auf das Corona-Virus getestet

Deshalb waren mehr Fahrzeuge als üblich unterwegs. Bereits im Vorfeld des Drehs waren alle Teammitglieder Anfang der Woche auf das Corona-Virus getestet worden. Für die Tests waren Mitarbeiter der Uni-Medizin verantwortlich. Alle Befunde waren negativ, sodass bei einzelnen Szenen der Mindestabstand unterschritten werden konnte. Ansonsten wird bei der Produktion streng auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln geachtet.

Tatort-Dreh auf der Groner-Tor-Straße: Zahlreiche Schaulustige ließen sich das nicht entgehen.

Als Komparsen bei den Szenen in der Uni-Medizin fungierten Marcel Krebs und Christian Sander aus dem Institut für Pathologie sowie Michael Selke, Mitarbeiter im Zentral-OP und Rettungssanitäter.

Tatort in Göttingen: Das Zentralklinikum als Drehort erwies sich als großes Plus

Zuvor gab es eine Begegnung der Hauptdarstellerinnen Maria Furtwängler und Florence Kasumba mit dem Vorstand der UMG. Sie kamen mit Vorstandssprecher Prof. Dr. Wolfgang Brück, Dr. Martin Siess (Vorstand Krankenversorgung) ins Gespräch.

Das Zentralklinikum als Drehort erwies sich während des hochsommerlichen Arbeitstages für die 37-köpfige Filmcrew als großes Plus: Die Räume und Flure sind nämlich klimatisiert. (Bernd Schlegel/Fabian Becker)

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