Tauschaktion: Kartoffeln gegen alte Kleider

Aktion der Entsorgungsbetriebe auf dem Albaniplatz: Für Alttextilien gab es im Tausch leckere Kartoffeln aus der Region. Foto: zli

Göttingen. Gut geplant war in diesem Jahr der Ansturm bei der Tauschaktion „Kartoffeln gegen Alttextilien“ der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB). Bis zu 25 Kilogramm Kartoffeln konnten die Göttinger gegen eine Kleiderspende erhalten.

„Es läuft sehr gesittet und viel entzerrter als im letzten Jahr, wo es einen Wahnsinnsansturm gab“, sagte Maja Heindorf von den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Dazu wurde auf dem Albaniplatz ein riesiger Container aufgestellt, der um 15.30 Uhr schon zu drei Vierteln gefüllt war. Rund zwei Tonnen Kartoffeln hatten die Göttinger Entsorgungsbetriebe aus der Region geordert, da die 500 Kilogramm im vergangenen Jahr schon nach kurzer Zeit aufgebraucht waren und spontan Kartoffeln nachgekauft werden musste. Pro Kilo Alttextilien gab es ein Pfund Kartoffeln als Gegenwert. Wer also einen Zentner verpackte, saubere Alttextilien brachte, erhielt als Geschenk 25 Kilogramm Kartoffeln.

„Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr sich die Leute über die Kartoffeln freuen. Das hilft uns sehr, den Menschen den Wert von Alttextilien näher zu bringen“, sagte Maja Heindorf von den Entsorgungsbetrieben. Insgesamt kamen bei der Aktion 2700 Kilogramm Textilien zusammen. Dafür gab es im Gegenzug 1350 Kilogramm Kartoffeln.

Mit dem Handwagen

Viele Göttinger kamen mit dem Fahrrad oder einem Handwagen auf dem sich säckeweise Altkleider befanden zum Albaniplatz. Von Bettwäsche über Kinderspielzeug und sogar Schuhe war alles dabei. Nicht wenige hatten das ganze Jahr gesammelt: „Ich habe heute in der Zeitung von der Aktion gelesen“, sagte Anne Winter aus Rosdorf.

„Ich habe immer Sachen da, die ich wegwerfen will. Jetzt habe ich die Hemden von meinem Mann aufgeräumt“. Nach dem Wiegen bekam sie einen Fünf-Kilo-Sack Kartoffeln aus der Region. Auch Elke Rümenapp kam zur Aktion: „Ich bin mit meinem Enkel hier, weil mich meine Schwiegertochter darum gebeten hat, alte Kinderkleidung herzubringen. Ich persönlich unterstütze aber lieber das Rote Kreuz mit meinen Altkleidern“, sagte die Göttingerin. Die gespendeten Alttextilien werden an einen Sortierbetrieb verkauft, in dem nach tragbar und nicht-tragbar, nach Stoffarten, aber auch nach Winter- und Sommerkleidung sortiert wird. „Der Erlös davon fließt in den Gebührenhaushalt der Stadt und kommt so allen Göttinger Gebührenzahlern zugute“, machte Heindorf deutlich. (zli)

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