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Tausende Studierende beim Dies Academicus auf dem Gelände des Hochschulsports

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Von: Michael Caspar

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HumanTableSoccer: Tisch-Fußball mit echten Spielern
Tisch-Fußball mit echten Spielern: Das gab es beim HumanTableSoccer auf der großen Fläche. © Michael Caspar

Dies Academicus lockte Tausende Studierende auf das Gelände des Hochschulsports. Von BobbyCar-Rennen bis Bierdeckel-Schnippen war alles dabei.

Göttingen – Kehrmaschinen-Ziehen und BobbyCar-Rennen, HumanTableSoccer und Bierdeckel-Schnippen: Studierende sind beim Dies Academicus, dem großen Sport- und Kulturfest der Universität Göttingen, in zahlreichen Disziplinen gegeneinander angetreten.

Tausende junger Menschen drängten sich auf dem weitläufigen Gelände des Hochschulsports am Sprangerweg, erprobten ihre Kräfte. Viele hatten Grills aufgestellt. Bierkästen wurden zusammen geleert.

Bei dem Dias Academicus zogen Studierende eine fünf Tonnen schwere Kehrmaschine

Schweißperlen standen Kay Inselmann (23) auf der Stirn. Mit seinen Kollegen vom Team Dynamo Drückjagd zog er eine fünf Tonnen schwere Kehrmaschine der Göttinger Entsorgungsbetriebe über die Zielgrade. „Auf der Jagd müssen wir bis zu 90 Kilogramm schwere Wildschweine bergen“, verriet der Forststudent.

Studierende ziehen eine Kehrmaschine.
Dies Academicus Göttingen: Voll reinhängen! Der Kehrmaschinen-Pulling-Wettbewerb mit echten Kehrmaschinen der GEB. © Tom Hennigs

Auf einem winzigen BobbyCar hatte es sich der 22-jährige Jakob bequem gemacht. „Meine mit drei Jahren begonnene Rennfahrerkarriere endete abrupt, nachdem ich zuhause Möbel kaputt gefahren hatte“, erzählte er. „Voll lustig“ sei es, nach so langer Zeit bei einem BobbyCar-Rennen anzutreten.

Studierende fahren mit BobbyCars einen Berg herunter und müssen Autoreifen ausweichen.
Abfahrt mit vielen Hindernissen: Teilnehmer des BobbyCar-Rennens mussten ihren Fahrzeugen großes Geschick beweisen. © Michael Caspar

Auf Teamwork setzten die Lehramtsstudentinnen vom FC LieberAmPool, die erstmals HumanTableSoccer spielten. „Megacool“ sei dieser Funsport, erklärten Friederike und Carolina, die später Mathematik und Biologie unterrichten wollen.

Sie genossen es, nach zwei Jahren Pandemie wieder unter Gleichaltrigen zu sein. Beide haben ihr Studium bereits vor der Pandemie begonnen. „Schwierig“ sei die Umstellung auf Online-Unterricht gewesen. Sie hätten darunter gelitten, abgeschlossen von den anderen zu sein. Eine gewisse Erleichterung sei es gewesen, dass sie beide in Wohngemeinschaften lebten.

Dies Academicus: Schnippen von Bügelverschlüssen

„Für viele von uns Studierenden ist der Dies die erste Gelegenheit, mal richtig etwas mit anderen zu erleben“, erklärte die 21-jährige Lotta, die im sechsten Semester Englisch und Geschichte auf Lehramt studiert. Sie versuchte sich mit Freunden unter anderem beim Schnippen von Bügelverschlüssen, die oben auf der Bierflasche landen mussten.

Gerade einmal elf Sekunden hielt sich Torben Schweidler beim Bullriding auf dem wie wild bockenden Kunststoffbullen. „Mir fehlt die Übung“, erklärte er. Seine Ex-Freundin habe ihn bei anderen Gelegenheiten immer zurückgehalten: „Blamier dich nicht.“

Awareness-Teams sorgten für Sicherheit bei dem Dies Academicus

Unterdessen zogen 18 Studierende jeweils zu zweit in Awareness-Teams über das Gelände. „Auf Initiative einer Studentin wollen sie bei Diskriminierungen, sexualisierten Übergriffen oder aggressivem Verhalten schlichtend eingreifen“, erläuterte Cathrin Cornjäger vom Hochschulsport den Ansatz.

Fragen rund um die Corona-Impfung beantwortete Dr. Nuray Durkaya-Burchardt vom Impfstützpunkt des Landkreises Göttingen. Zwei nicht geimpften Studierenden konnte sie einen Termin geben.

Auf dem Dies selbst impfte die Ärztin nicht. Das sei bei Menschen, die sich gerade zwei, drei Stunden beim Sport verausgabt hätten, nicht angebracht. (Michael Caspar)

Weitere Informationen unter dies.uni-goettingen.de

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