Teilchenphysiker

Teilchenbeschleuniger am CERN: Forscher tagten in Göttingen

Teilchenbeschleuniger am CERN
+
Teilchenbeschleuniger am CERN: Daran arbeiten die Forscher, die sich jetzt virtuell in Göttingen getroffen haben (Archivbild von 2007).

An der Uni Göttingen tagten virtuell 200 Teilchenforscher, die am Um- und Neubau des High-LumiLarge Hadron Collider am CERN in Genf beteiligt sind.

Göttingen – Der Physiker Prof. Dr. Arnulf Quadt von der Uni Göttingen ist für die neue Förderperiode von drei Jahren der Sprecher der Verbünde, die daran beteiligt sind. Er vertritt damit die deutschen Aktivitäten in der Atlas-Kollaboration am CERN.

Der Atlas-Forschungsschwerpunkt mit mehr als 600 Wissenschaftlern umfasst den Betrieb des Experiments, die Entwicklung von Software-Werkzeugen und die Analyse der großen Datenmengen. Schwerpunkte sind die Untersuchung des Standardmodells der Teilchenphysik, der elektro-schwachen und der starken Physik, der Physik des Higgs-Boson, des Top-Quarks und des b-Quarks sowie die Suche nach Supersymmetrie oder anderen exotischen Erweiterungen bekannter Physik.

Vorläufiger Höhepunkt war die Entdeckung des Higgs-Boson 2012, dessen genaue Untersuchung ganz neue Forschungsfragen eröffnet. Atlas hat im Sommer 2021 seine tausendste wissenschaftliche Publikation veröffentlicht.

Der Umbau des LHC-Beschleunigers und der Experimente soll von 2025 bis 2027 stattfinden. Die Intensität der Protonenstrahlen wird dabei nahezu um den Faktor zehn erhöht, sodass die Detektoren strahlenhärter und schneller und die Messzellen kleiner werden müssen.

Bei jeder Durchkreuzung von Protonenpaketen werden bis zu 200 einzelne Teilchenkollisionen erwartet, die alle einzeln zugeordnet und rekonstruiert werden müssen. (Thomas Kopietz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.