Termin-Problem beim Impfen

Land informierte Göttinger Impfwillige nicht über verschobene Termine

Ein flaches Gebäude mit Parkflächen und vereinzelten Autos ist aus der Vogelperspektive zu sehen.
+
Vor dem Impfzentrum Siekhöhe kam es am vergangenen Mittwoch zu Warteschlangen. Das Land hatte nicht über Terminverschiebungen informiert. (Archivfoto)

Vergangene Woche kam es am Impfzentrum auf der Siekhöhe zu langen Warteschlangen. Das Land hatte einigen Menschen nicht mitgeteilt, dass sich ihre Termine verschoben hatten.

Göttingen – Dieses Problem sei aber seitdem nicht mehr aufgetreten und nur ein einmaliger Vorfall gewesen, wie Verwaltungssprecher Dominik Kimyon auf Anfrage unserer Zeitung erklärt. „Ich gehe davon aus, dass das nicht wieder passieren wird“, sagt er.

Grund für das ungeplant hohe Aufkommen vor dem Impfzentrum war, dass sich die Termine für die ersten Zweitimpfungen verschoben hatten, die Impfwilligen selbst das aber nicht wussten. „Uns war in dem Moment selbst gar nicht klar, wie es dazu kommen konnte“, sagt Kimyon.

Grund für Verschiebung war spätere Öffnung des Zentrums

Über Terminverschiebungen müsse normalerweise das Land informieren. Das sei in diesem Fall aber nicht geschehen. Der Grund dieser fehlenden Kommunikation sei die verspätete Öffnung des Impfzentrums gewesen. Die musste wegen des Schneechaos’ von Mittwoch, 10. Februar, auf Samstag, 13. Februar, verschoben werden.

Da es sehr plötzlich zu dieser Änderung gekommen war, hatte die Stadt die Impfberechtigten selbst über die Verschiebung der Erstimpfungen informiert und nicht das Land, wie Kimyon erklärt. Die Uhrzeiten blieben dabei unberührt.

„Zwischen der Erst- und der Zweitimpfung mussten aber exakt 21 Tage liegen“, sagt der Stadt-Sprecher. Dementsprechend verschoben sich auch die Termine für die ersten Zweitimpfungen – von Mittwoch, 3. März, auf Samstag, 6. März. Dazu schickte das Land Niedersachsen in der Folge allerdings kein Informationsschreiben an die Impfberechtigten heraus.

Stadt hat neue Zelte und Sitzgelegenheiten aufgestellt

„Uns bleibt nur, das zu entschuldigen, auch wenn wir keine Schuld daran tragen“, sagt Kimyon. Vorbeugen könne man einem solchen Vorfall nicht, „aber wir sind jetzt darauf sensibilisiert“, sagt er. Im Außenbereich habe die Stadt mittlerweile zwei Zelte aufgestellt und mehr Sitzgelegenheiten geschaffen.

Die Betriebszeiten des Impfzentrums wurden darüber hinaus jetzt erweitert auf 10 bis 20 Uhr von montags bis samstags. 15 000 Dosen seien bisher verimpft worden, darunter Erst- und Zweitimpfungen, wie Kimyon sagt.

Gleichzeitig betont er die hohe Motivation des Impfpersonals und, dass die Geimpften bis auf diesen einen Vorfall stets die Koordination und Abläufe auf der Siekhöhe gelobt hätten. (Jan Trieselmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.