Corona-Spielplan

Theater auf dem Parkdeck und als Schnitzeljagd für Kinder in Göttingen

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Parkdeck: Das Deutsche Theater  erschließt eine neue Büh ne. 

Neben der Tiefgaragenproduktion „Die Methode“ und einer digitalen Bühne hat das Deutsche Theater Göttingen bis zur Sommerpause einen Corona-Spielplan aufgelegt.

„Zentral ist derzeit die Frage, wie wir wieder in Kontakt mit unserem Publikum kommen“, sagt DT-Intendant Erich Sidler. „In den letzten Wochen haben wir gemerkt, wie groß das Bedürfnis der Menschen nach Kultur und Theater ist.“ Der Erfolg des Stückes „Die Methode, die seit dem 8. Mai in der Tiefgarage des DT aufgeführt wird, habe gezeigt, wie richtig es war, wieder loszulegen. „Und die neuen Regelungen mit der Distanzierung haben da ja auch ganz neue Möglichkeiten eröffnet“, so Sidler.

Als nächsten Schritt kündigt der Intendant nun die Einrichtung einer Freilichtbühne auf dem Parkdeck im Innenhof des DT an. „Dort wird Platz sein für 80 Zuschauer und wir haben ein Sicherheitskonzept erarbeitet.“ „Schließlich sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber Publikum und Mitarbeitern sehr bewusst.“

Auf der Freilichtbühne wird es am 12. / 20. Juni das Stück „Wir sind die Neuen“ zu sehen geben. „Das Stück wird im Corona-Modus gespielt, die Geschichte wird etwas anders erzählt“, kündigt Erich Sidler an. Am 18. und 19. Juni steht „Der perfekte Moment – ein Abend mit Texten von Horst Evers“ auf dem Programm. Beginn je 22 Uhr.

Um auch Familien mit Kindern gerecht zu werden, plant das DT das Märchen „Rapunzel“ als Open-Air-Parcours anzubieten. „Dabei werden die Teilnehmer eine Art Schnitzeljagd erleben, bei der an verschiedenen Stationen Schauspieler stehen und die Kinder einbeziehen“, sagt Kinder- und Jugendprogrammleiterin Sonja Bachmann. Premiere ist am 16. Juni. Auch für ältere Jugendliche hat das DT-Team sich etwas ausgedacht. „Ab dem 5. Juli wird es rund ums Theater einen Video-Walk geben, bei dem die Teilnehmer mit ihrem Handy an elf Stationen einen Code einscannen müssen und dann etwas zu sehen bekommen, dass sie hier nicht erwarten würden“, sagt Theaterpädagogin Gabriele Michel-Frei.

„Ganz wichtig ist uns in dieser Zeit, den Kontakt zu Schulen zu halten“, betont Sidler. So wolle man das Stück „Netboy“, das bereits im fünften Jahr erfolgreich am DT läuft, als Film inszenieren, damit Schulen ihn im Unterricht einsetzen können. Und am Spielzeitende wolle man noch einmal ein Zeichen setzen und mit dem gesamten Ensemble Elfriede Jelineks Flüchtlings-Stück „Schutzbefohlene“ auf die Freilichtbühne bringen.

VON PER SCHRÖTER

Weitere Infos gibt es hier.

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