Theater im OP präsentiert sich im Deutschen Theater

ThOP zieht mit Vorstellungen ins Deutsche Theater: (von links) Regisseur Thomas Lödung, Barbara Korte und DT-Intendant Erich Sidler sind gespannt auf die kommende Premiere. Foto: Gewert

Göttingen. Das Theater im OP (ThOP) weicht für Vorstellungen ins Deutschen Theater (DT) aus. DT-Intendant Erich Sidler erfuhr über die Medien von der Raumnot im ThOP und wusste: „Natürlich ist es klar, dass wir den Kollegen helfen“.

Barbara Korte und Regisseur Thomas Lödung vom Göttinger ThOP sind erleichtert: „Wir sind super glücklich. Das ist ganz großartig, wir sind sehr dankbar dafür“, betont Korte. Schon die nächste ThOP-Premiere wird im Deutschen Theater zu sehen sein.

Das Gastspiel „Blaubart – Hoffnung der Frauen“ von Dea Loher beginnt dort am Mittwoch, 5. November, um 20.15 Uhr. Auch die sieben weiteren Aufführungen werden im Deutschen Theater zu sehen sein. In dem Stück prallen starke Gegensätze aufeinander: Liebe und Tod, Gefühl und Gefahr.

„Die Sprache ist ausgefeilt, die Dialoge detailliert“, beschreibt Regisseur Thomas Lödung seine Interpretation. Humoristische und ernste Passagen ziehen sich durch das Schauspiel. Neben der Zusammenarbeit bieten sie gemeinsam ein Seminar an der Göttinger Universität an. Das fördert den Dialog zwischen den Studierenden und dem DT.

Das ThOP besteht seit 30 Jahren in Göttingen und hat sich etabliert. Ein undichtes Dach brachte den Spielplan im ThOP durcheinander. Das Gebäude der früheren Universitätsklinik muss repariert werden. Damit ist die Spielfläche im Zeitraum der Bauarbeiten nicht nutzbar.

Akute Raumnot

Das Theater im OP leidet deshalb akute Raumnot und ist quasi heimatlos, erläutert Korte. Ausweichquartiere müssen seitdem herhalten. Die Sanierungsarbeiten beginnen bald.

Karten: bei allen Vorverkaufsstellen, zum Beispiel der Touristinfo im Alten Rathaus

www.dt-goettingen.de

Alle Beteiligten halten Göttingen für einen wichtigen Bildungsstandort. „Da braucht es Kultur und Kunst als Gegenpart“, bringt es Erich Sidler auf den Punkt. Das DT möchte überregional wahrgenommen werden und wenn Studierende Göttingen mit dem Deutschen Theater verbinden, ist das ein großer Schritt dahin, betont er.

Die Zusammenarbeit der Theaterschaffenden hat eine lange Tradition. Bereits in den 1970er-Jahren und früher hatte die Dramaturgische Abteilung der Uni mit dem Deutschen Theater kooperiert. Damit schließt sich der Kreis. Der Schritt ist zukunftsweisend und stärkt die Identität des Theaters in Göttingen. Die Proberäume im ThOP sind noch benutzbar. „Wenn die Zusammenarbeit funktioniert und die Gespräche ergiebig sind, geht das weiter“, sagt Intendant Erich Sidler. Weitere Infos gibt es im Internet.

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