Erhalt von Kultureinrichtungen

Theater wollen Kurswechsel bei Kulturförderung: Auf die Barrikaden gehen

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„Theater auch Morgen“: Zuschauer solidarisieren sich mit der Aktion „#rettedeintheater“

Göttingen. Mit einer gemeinsamen Aktion fordern Theater und Orchester aus ganz Niedersachsen einen „Kurswechsel in der Kulturförderung des Landes“, heißt es in einer Mitteilung des Aktionsteams „#rettedeintheater“.

Bereits Ende August hat das Deutesche Theater (DT) die Aktion „#rettedeintheater – Keine Kulturwüste in Niedersachsen!“ ins Leben gerufen. Am Mittwoch, 24 Oktober, wollen alle kommunalen Theater, Staatstheater, freien Theater, Orchester und Schauspielschulen gemeinsam solidarisch „auf die Barrikaden“ gehen. Für den Tag ist eine Kundgebung vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover geplant.

Mit einer Foto- und Unterschriftenaktion erklären Zuschauer, Förderer, Ensembles und Mitarbeiter ihre Solidarität mit den Theatern. Gemeinsam fordern sie den Kurswechsel in der Kulturförderung.

Hintergrund der Aktion waren die kürzlich ohne Angabe von Gründen aus dem Haushaltsentwurf des Landes gestrichenen Mittel für „die dringend notwendige dauerhafte Erhöhung der Landesförderung von insgesamt sechs Millionen Euro für die kommunalen Theater“, heißt es weiter.

Die Förderung werde dringend benötigt, um etwa veraltete Ausrüstung der kommunalen Theater zu modernisieren, den stark nachgefragten Bereich der Theaterpädagogik in Schulen auszubauen oder die Streichung von Stellen zu verhindern.

„Kultur ist keine freiwillige Leistung, sie bildet die Jugend, ist sozialer Träger und vermittelt die Werte einer offenen, toleranten und demokratischen Gesellschaft in politisch aufgeladenen Zeiten“, sagt Antje Thomas, Hausregisseurin am DT Göttingen. (krs)

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