Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium startet Testballon Ganztagsklasse

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Macht ein neues Angebot: Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) an der Grotefendstraße im Göttinger Ostviertel bietet ab dem kommenden Schuljahr eine Ganztagesklasse im fünften Jahrgang an.

Göttingen. Das gibt es in Göttingen noch nicht: Im Theodor-Heuss-Gymnasium startet im neuen Schuljahr in Jahrgang fünf eine Ganztagsklasse. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Projekt, denn es muss genug Anmeldungen geben.

Warum Ganztagsklasse?

Bislang sind Ganztagesklassen das Domizil der Gesamtschulen. Über Anfragen und in Gesprächen mit Eltern aber hat Schulleiterin Dr. Ulrike Koller öfter gehört, dass die Ganztagsbeschulung besonders in den Klassen fünf und sechs ein Thema für die Eltern ist. Also wurde am THG ein Konzept erarbeitet, eingereicht und von der Schulbehörde fix genehmigt. „Wir reagieren auf einen Bedarf“, sagt Koller.

Versuch für 5. Jahrgang

Der Versuch berge dennoch ein Risiko, aber das sei bei neuen Angeboten eigentlich immer so. Denn letztlich müssen bei den Anmeldungen genügend künftige Fünftklässer zusammenkommen. „Es können fünf aber auch 50 sein“, benennt der THG-Koordinator für die Klassen 8-10, Mathias Behn, die Bandbreite. Dennoch: Mathias Behn, Schulleiterin Ulrike Koller und Sek-I-Koordinatorin Dr. Wibke Hoheisel sind optimistisch, dass die Ganztagsklasse im Schuljahr 2016/17 starten kann.

Was ist die Ganztagsklasse?

THG-Schulleiterin: Dr. Ulrike Koller.

Die Ganztagesklasse bietet einen verlässlichen Unterricht täglich von 7.50 Uhr bis 15.20 Uhr, freitags ist um 13.05 Uhr Schluss – wie an Göttinger Gesamtschulen auch. Es können dann aber noch AG´s gewählt werden, die auch am Freitagnachmittag laufen. „Es ist aber keine Hausarbeitenklasse mit nur einer Betreuung am Nachmittag, wie am Max-Planck-Gymnasium“, betont Koller. Denn der Stundenplan mit acht Stunden mehr pro Woche wurde auf die komplette Zeit verteilt. Das ermöglicht im Deutsch-Unterricht mehr Schreibphasen, in Englisch mehr Zeit zum Vokabellernen und in Mathe mehr Zeit zum Üben und Vertiefen.

Auch Kür am Vormittag

„Wir haben eine echte Rhythmisierung“, sagt Behn. Im bereits vorhandenen Ganztagesangebot liefe die Pflicht am Vormittag und die Kür am Nachmittag. „In der Ganztagesklasse aber werden Pflicht und Kür gemischt, das heißt, wir können zwischen Hauptfächer-Stunden auch Sport und Musik legen.“ Das sei planerisch zwar aufwändig, böte aber Chancen für einen abwechslungsreichen Schultag.

Keine Hausaufgaben

Für Schüler und Eltern ganz wichtig ist, dass nach der Schule keine Hausaufgabenanfallen. Zu Hause werden zudem keine Bücher und Lehrmittel benötigt. „In den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch wird der Unterricht so gestaltet, dass Übungsphasen im Unterricht Platz haben“, erklärt Wibke Hoheisel. Dazu kommt ein Training in Arbeitsorganisation und Selbstständigkeit.“ Die Hausaufgaben der anderen Fächer werden in Wochenplanstunden am Vormittag im Beisein des Klassenlehrers gemacht.

• Informationen:  THG, Tag der Offenen Tür, Dienstag, 26. April, 17 Uhr, Grotefendstraße 1.

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