Tödliche Messerattacke in Göttingen: 38-Jähriger steht in Kürze vor Gericht

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Gewaltverbrechen im August 2016: In diese Apotheke an der Groner-Tor-Straße starb das Opfer.

Göttingen. Wegen Totschlags und räuberischer Erpressung muss sich ab Dienstag, 7. Februar, ein 38-Jähriger vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Er soll im August vergangenen Jahres in der Uni-Stadt einen 44-Jährigen mit einem Messer getötet haben.

Der Beschuldigte sitzt seither in Untersuchungshaft. Am 9. August vergangenen Jahres war das Opfer der Gewalttat gegen 18.45 Uhr zu Fuß auf dem Weg in die Göttinger Innenstadt. In der Groner-Tor-Straße kam es zum Zusammentreffen mit dem Angeklagten. Während einer lautstarken Auseinandersetzung sprühte das Opfer dem Angeklagten Pfefferspray ins Gesicht, woraufhin der Angeklagte mit einem Messer „in Tötungsabsicht“ auf den Bauch des Opfers eingestochen und dessen Magen durchstoßen habe, heißt es in der Anklageschrift. Der Schwerverletzte starb kurze Zeit später an den Folgen der Stichverletzung. Er war laut Anklageschrift kurz vor seinem Tod noch in eine nahe gelegene Apotheke gegangen und hatte dort den Namen des Angeklagten genannt.

Vorgeschichte

Zu einer Gewalttat gibt es eine Vorgeschichte: Der 38-jährige Angeklagte soll wenige Tage vor der Tat eine Frau, die er aus illegalen Drogengeschäften kannte, mit Gewalt dazu gezwungen haben, ihm 200 Euro zu geben. Dazu bedrohte er sie mit einem Messer. Am gleichen Abend soll der 38-Jährige die Frau erneut mit einem Rohr oder einem anderen Gegenstand angegriffen haben und ihr anschließend 400 bis 450 Euro entwendet haben.

Nachdem die Frau dem später getöteten 44-Jährigen von diesen Vorfällen berichtet hätte, habe das spätere Opfer ihr zugesichert, sie beschützen zu wollen. Wenige Tage vor der Tat soll der Angeklagte den 44-Jährigen in dessen Appartement an der Groner Landstraße aufgesucht und ihm gesagt haben: „Misch‘ dich nicht in Geschichten ein. Ich habe es dir gesagt, ich stech‘ dich ab.“ 

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