Männer aus Eritrea angeklagt, einen Marokkaner getötet zu haben

Tödliche Messerattacke in Göttingen: Duo steht demnächst vor Gericht

Göttingen. Rund drei Monate nach einer tödlichen Messerattacke am Göttinger Wilhelmsplatz hat die Staatsanwaltschaft zwei 22 und 31 Jahre alte Männer aus Eritrea wegen Totschlags angeklagt.

Der tödliche Vorfall hatte sich im Juli dieses Jahres gegen 3.50 Uhr nachts vor einer Gaststätte ereignet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-jährigen Hauptangeklagten vor, einem 34-jährigen Marokkaner im Verlauf eines Streits plötzlich ein Küchenmesser in die Brust gerammt zu haben.

Der 31-jährige Mitangeklagte habe währenddessen die Arme des 34-Jährigen auf dem Rücken festgehalten, so dass dieser in seinen Verteidigungsmöglichkeiten stark eingeschränkt gewesen sei. Der Marokkaner erlitt einen 15 Zentimeter tiefen Stich ins Herz. Er wurde im Göttinger Uni-Klinikum notoperiert, erlag dort aber einen Tag später seinen schweren Verletzungen.

Der 22-Jährige war nach der Tat zunächst geflohen, hatte sich dann aber kurze Zeit später auf der Polizeiwache in Göttingen gestellt und dabei auch die mutmaßliche Tatwaffe mitgebracht. Der 31-jährige Mitangeklagte war nach der Tat in das Lokal zurückgegangen, wo er kurze Zeit später festgenommen wurde. Beide sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht begründete den Haftbefehl mit Fluchtgefahr und der besonderen Schwere der Tat.

Bereits einige Stunden vor dem tödlichen Messerangriff soll es nachmittags in einem Göttinger Wohnkomplex zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 22-jährigen Angeklagten und dem späteren Opfer gekommen sein.

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Rubriklistenbild: © Schlegel

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