25 Prozent weniger Arbeitnehmer bis 2030

16 Unternehmen in Göttingen und Northeim top – aber Personalnot droht

Vertreter von 16 Unternehmen aus Südniedersachsen
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Freude über das TOPAS-Siegel: Vertreter von 16 Unternehmen aus Südniedersachsen wurden als TOP Arbeitgeber durch die IHK bestätigt. Oben in der Mitte: IHK-Südniedersachsen-Geschäftsführer Martin Rudolph.

Göttingen. 16 Unternehmen, Behörden und Einrichtungen aus den Kreisen Northeim und Göttingen sowie der Stadt Göttingen sind IHK-"Toparbeitgeber Südniedersachsen“ (TOPAS).

Es handelt sich dabei um folgende Teilnehmer: Daume (Duderstadt), Finanzamt Northeim, Göttinger Werkstätten, HKS Sicherheitsservice (Adelebsen/Hardegsen), KWS SAAT SE, mod IT Services (beide Einbeck), Obermann Logistik, PMH Personalmanagement Harz (beide Osterode), Refratechnik Cement, Ruhstrat Haus- und Versorgungstechnik, Sartorius Corporate Administration, Sycor GmbH UMG Gastronomie, Copernicus (alle Göttingen), sero Hand-werker (Northeim) und Sparkasse Göttingen.

IHK-Geschäftsstellenleiter Dr. Martin Rudolph rief die Arbeitgeber zu größeren Anstrengungen beim Gewinnen Halten von qualifizierten Mitarbeitern auf. „Wir müssen den Sprung von 2.0 auf 4.0 schaffen“, sagte er in Anlehnung an die Digitaltechnik.

Getrieben werden die Unternehmen und Einrichtungen von der demografischen Entwicklung. Nach Schätzungen wird die Zahl der Arbeitnehmer in Südniedersachsen bis 2030 um rund 25 Prozent sinken, sagte Jürgen Hollstein von der Göttinger Steuerberatungsgesellschaft Quattek & Partner. Das heißt, dass jeder vierte Beschäftigte nicht mehr zur Verfügung stehen wird. „Das werden auch Migranten nicht auffangen“, sagte ein Unternehmer.

Um die Region als Arbeitsstandort mit attraktiven Arbeitgebern national und international bekannter zu machen, sollen die Anstrengungen gebündelt werden. Unter anderem wird die eigene Webseite www.topas-region.de erstellt, Messeteilnahmen auf regionaler und überregionaler Ebene sind geplant, ebenso Flyer, Broschüren und gemeinsame Initiativen wie zur Gewinnung von Auszubildenden. Um hoch qualifizierten Arbeitnehmern aus dem In- und Ausland den Start in der Region so leicht wie möglich zu machen, wird die Willkommensarbeit im „Welcome Center“ mit der Einrichtung einer Lounge im Göttinger Bahnhof, die 2018 öffnen soll, ausgebaut.

Regionalbüros werden auch in Hann. Münden, Duderstadt und in Northeim eingerichtet. Sie sollen neuen Mitarbeitern Hilfe in vielen Lebenslagen geben - vom Papierkrieg mit den Behörden bis zur Hilfe bei der Jobsuche des Lebenspartners, kündigte Projektkoordinatorin Dominique Henz an. 

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