Tote Studentin in Göttingen: Kommilitonin wegen Mordes angeklagt

Göttingen. Fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 24-jährigen Studentin in Göttingen hat die Staatsanwaltschaft Göttingen eine 28-jährige Kommilitonin des Opfers wegen Mordes angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen wirft der Angeschuldigten vor, Ende Oktober 2015 die 24-jährige Studentin der Wirtschaftswissenschaften in deren Appartement mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben. Tatmotiv soll Eifersucht gewesen sein.

Sowohl die Angeschuldigte als auch das Opfer stammen aus China. Nach Angaben der Ermittler soll die 24-Jährige mit dem ehemaligen Lebensgefährten der 28-Jährigen eine Liebesbeziehung eingegangen sein. Die 28-Jährige habe die Mitstudentin aufgesucht, um mit ihr über diese Beziehung zu sprechen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Im Verlauf des Gesprächs soll sie dann ein von ihr mitgebrachtes Küchenmesser aus der Tasche gezogen und wiederholt auf das ahnungslose Opfer eingestochen haben. Die 24-Jährige ist danach verblutet.

Die Polizei hatte abends die Tür zu dem Appartement des Opfers geöffnet und den Leichnam entdeckt. Zuvor hatten Bekannte vergeblich versucht, die 24-Jährige zu erreichen. Am nächsten Tag nahmen die Ermittler die 28-Jährige fest. Sie befindet sich seitdem wegen des dringenden Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat sie eingeräumt, mit dem Opfer gestritten zu haben. Hierbei sei es auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Die 28-Jährige bestreite aber, ihre Mitstudentin getötet zu haben. Der Prozesstermin steht noch nicht fest.

Archivvideo:

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