Aktion von Fahrradaktivisten

Radeln und protestieren für die Natur - Mittwoch Aktionen in Göttingen

'Die Tour de Natur macht Station in Göttingen: Empfang am Alten Rathaus und Begrüßung durch Bürgermeister Ulrich Holefleisch. Die Tour wird am 4. August in Leipzig enden. Foto: Per Schröter

Göttingen. Für Frieden, Öko-Landwirtschaft, Energiewende und nachhaltige Verkehrspolitik demonstrieren 180 Radfahrer der „Tour de Natur“ - auch in Göttingen.

Den Auftakt der Tour, die in diesem Jahr bereits zum 28. Mal stattfindet, machte am Samstag ein Friedensfest in Kassel. Beim ersten Stopp in Witzenhausen drehte sich alles um Ökolandbau. Auf dem Weg von dort nach Göttingen protestierten die Teilnehmer mit der Bürgerinitiative Neu-Eichenberg gegen das dort geplante Logistikgebiet und besichtigten das Grenzdurchgangslager Friedland.

Göttingen: Mittwoch Aktion

Während des Aufenthalts in der Universitätsstadt Göttingen findet am heutigen Mittwoch ein Aktionstag statt, der für eine Exkursion ins Bioenergiedorf Jühnde, für Führungen und Workshops genutzt wird. Am Donnerstag geht es dann über Waake und Seeburg weiter nach Duderstadt. Weitere Stationen sind Nordhausen, Sangerhausen, Halle und Lützen, bevor die Tour am 4. August ihr Ziel Leipzig erreicht.

Thüringer Waldautobahn

„Entstanden ist die Tour de Natur seinerzeit als Protest gegen die Thüringer Waldautobahn“, sagt Toursprecher Jens Hansen aus Windeck bei Bonn. Danach habe sie sich zu einem festen Termin im Kalender entwickelt.

„Wir setzen uns für eine friedliche Welt ein, in der die Güter gerecht verteilt sind und an das Wohl der nachfolgenden Generationen gedacht wird.“ Dazu zähle natürlich auch der Klimaschutz. „Die Tour selber wird auch so klimafreundlich wie möglich gestaltet“, sagt Hansen. Dazu gehöre neben der klimafreundlichen Fortbewegung per Rad insbesondere eine klimafreundliche Verpflegung auf rein pflanzlicher Basis.

Mit Lastenrad

Außerdem verzichte man in diesem Jahr auf einen Begleitbus und transportiere sowohl das Material für die unterschiedlichen Aktionen als auch liegen gebliebene Fahrräder und Personen mit Lastenrädern. „Eines der Lastenräder hat uns dankenswerterweise der Landkreis Göttingen zur Verfügung gestellt.“.

„Auch wenn wir während der zwei Wochen für verschiedene wichtige Ziele eintreten und auch dafür demonstrieren, wollen wir doch auch Spaß haben“, sagt Jans Hansen. Deshalb verbinde man das Negative mit dem Positiven und sehe sich beispielsweise das Bioenergiedorf in Jühnde an.

Holefleisch freut sich

Bei der Begrüßung der Teilnehmer vor dem Alten Rathaus berichtete Ulrich Holefleisch (Die Grünen) von den Klimaschutzplänen der Stadt Göttingen, wo man bis 2050 die Treibhaus-Emissionen annähernd auf Null zurückfahren will. „Eure Aktion ist ein schöner Rückenwind für unsere Pläne“, rief er den Tourteilnehmern zu und erntete dafür begeisterten Applaus.

Eine spontane Teilnahme an der Tour de Natur ist jederzeit möglich. Infos dazu gibt es unter www.tourdenatur.net. (per)

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