Projekt von Stadt und Landkreis Göttingen

Träger wird gesucht: In Südniedersachsen entsteht ein neues Zentrum für Kinderschutz

ILLUSTRATION - ARCHIV - Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand eines Zimmers am 12.01.2014 in Frankfurt (Oder) (Brandenburg). Ein besserer Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt ist am 16.12.2015 Thema im Bundeskabinett. Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) will weitere Verbesserungen beim Kinderschutz erreichen. Foto: Patrick Pleul dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
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In Südniedersachsen soll ein neues Zentrum für Kinderschutz entstehen. (Symbolbild)

In Südniedersachsen wird mit Mitteln des Landes Niedersachsen ein Kinderschutz-Zentrum eingerichtet. Die für 2021 geplante Umsetzung nimmt nun Gestalt an.

Landkreis Göttingen – Für den Betrieb suchen die Stadt und der Landkreis Göttingen anerkannte Träger der Jugendhilfe aus der Region, die sich – auch an der Konzeptskizze und der Ausgestaltung des Zentrums – beteiligen sollen.

Am Ende kann ein Träger oder ein Verbund von Trägern der Jugendhilfe das Zentrum betreiben.

Vom Land kommt dafür ein Zuschuss von 220 000 Euro für 2021 und weitere Jahre – unbefristet. Angestrebt wird die Inbetriebnahme dieses fünften mit Landesmitteln geförderten Kinderschutz-Zentrums im Laufe des Jahres 2021, spätestens im Frühjahr 2022.

Das zukünftige Kinderschutz-Zentrum im südniedersächsischen Raum ist als Dach des präventiven und intervenierenden Kinderschutzes in Stadt und Landkreis Göttingen geplant. Dort sollen vorhandene Aktivitäten und Angebote zusammengeführt werden.

„Als zentrale Anlaufstelle für hilfesuchenden Zielpersonen und für im Kontext Kinderschutz tätige Fachkräfte bietet das künftige Kinderschutz-Zentrum einen niedrigschwelligen und barrierefreien Zugang zu Informationen sowie zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten“, teilen Stadt und Landkreis Göttinen mit.

Mit den beteiligten Partnern aus Land, Stadt und Landkreis sollen Angebots- und Unterstützungslücken in den bestehenden Strukturen für den Kinderschutz geschlossen werden.

„Wir freuen wir uns sehr, dass die von uns entwickelte Konzeption eines Kinderschutz-Zentrums in Südniedersachsen auf positive Resonanz des Landes gestoßen ist und wir mit der von dort erhaltenen Förderung das gemeinsam von Stadt und Landkreis Göttingen geplante Vorhaben umsetzen können. Besonderes Augenmerk richten wir dabei auf die Weiterentwicklung einer gut entwickelten Netzwerkstruktur im Bereich Früher Hilfen und Kinderschutz,“ sagt Maria Schmidt, Stadträtin der Stadt Göttingen. Kreisrat Marcel Riethig sagt. „Die Einrichtung eines Kinderschutz-Zentrums für Südniedersachsen ist ein wichtiges Signal für den Kinderschutz. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Beschränkungen ist es wichtiger denn je, dass alle hinschauen und reibungsfrei zum Schutz von Kindern zusammenarbeiten.“

Rückfragen zum Verfahren können ebenfalls an diese Adresse gestellt werden. Die eingehenden Vorschläge werden von einer Bewertungskommission bestehend aus Vertretern des Landes Niedersachsen, der Stadt und des Landkreises sowie freier Träger der Jugendhilfe gesichtet, anhand eines festgelegten Scoring-Verfahrens bewertet und den Jugendhilfeausschüssen von Stadt und Landkreis Göttingen zur Entscheidung vorgelegt.

Interessierte Träger können sich bis zum 10. Mai um 12 Uhr am Verfahren beteiligen – unter dem Stichwort „Interessenbekundungsverfahren Kinderschutz-Zentrum“ an das Postfach Bewerbung-Kinderschutzzentrum@goettingen.de.  tko

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