Training mit Kamera und Klappe an Göttinger Schule für Filmwettbewerb

Filmdreh an der Tannenbergschule in Göttingen: (von links) Nadine, Lina, Lisa und Chiara. Foto: Schlegel

Göttingen. Erfahrungen beim Filmdreh sammeln derzeit viele Schüler in Südniedersachsen. Sie nehmen am Kurzfilmwettbewerb „Ganz schön anders“ teil.

Im Mittelpunkt steht das Thema „Ganz schön ungerecht“. Die jungen Leute sollen dabei ihre Erlebnisse und Empfindungen bei diesem Thema in maximal fünf Minuten lange Streifen umsetzen.

Jugendliche der Geschwister-Scholl-Schule und der Tannenbergschule aus Göttingen bekamen bei diesem Projekt Unterstützung von erfahrenen Medienpädagogen vom Göttinger Projekt Blickwechsel sowie vom Königsworth Medienbüro in Hannover. Sie zeigten, wie eine Kamera auf einem Stativ richtig eingesetzt wird, arbeiteten mit den Jugendlichen zuvor an den Drehbüchern und übten mit ihnen gemeinsam, wie so ein Film am Computer geschnitten werden kann.

Gedreht wurden unter anderem Szenen aus dem Schulalltag. Ein Beispiel: Eine Schülerin kommt in eine neue Klasse und muss sich dort ihren Platz erst mühsam erkämpfen.

Für die professionelle Unterstützung beim Filmdreh hatten sich 200 Filmteams bei den Organisatoren des Wettbewerbs „Ganz schön anders“ beworben. Aus den Vorschlägen wurden 50 Filmideen für die Workshops ausgewählt.

Die ersten Filmsequenzen, die mit Unterstützung der Lehrerinnen Marlena Dietrich, Antje Wemmel und Corinna Griffiths entstanden, sollen Teil des Wettbewerbsstreifens einer Gruppe der Tannenbergschule werden. Dazu sind aber noch weitere Dreh- und Schneidetage erforderlich.

Besonderer Lerneffekt

Markus Götte, der den Workshop in Göttingen organisierte, betonte die Wichtigkeit des Thema Films für die pädagogische Arbeit in den Schulen: „80 bis 90 Prozent der Schüler sehen Youtube-Videos“, sagte er. Für die Schüler ergebe sich durch die Produktion von eigenen Filmen ein ganz besonderer Lerneffekt. Unterstützt wird das Medienprojekt von Klosterkammer Hannover, den Sparkassen sowie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Die begleitenden Workshop fördert der Verein Help.

Übrigens: Teilnehmen können alle Schüler der Klassen acht bis zehn. Die Filme müssen bis zum 15. Januar eingereicht werden. Die Siegerfilme werden bei einer großen Gala im Februar in Hannover gezeigt. Technische Unterstützung bei der Realisierung der Filmvorhaben gibt es beim Kreismedienzentrum in Göttingen. Dort können Videokamera und Schnittcomputer ausgeliehen werden. (bsc)

Kontakt: Kurzfilmwettbewerb ganz schön anders, c/o Königsworth Medienbüro, Königsworther Str. 23a, 30167 Hannover, Telefon 0511/1 65 80 33 42 www.ganz-schoen-anders.org

Tipps zum Filmemachen als ABC

Mit ein paar Tipps kann man schönere und effektvollere Videos machen. Nils Bokelberg hat dazu Videos gedreht, die auf dem Kanal „ShortCuts“ bei Youtube abrufbar sind. Dort werden in einem ABC die wichtigsten Begriffe und Themen rund um das Filmemachen vorgestellt. (bsc)

http://zu.hna.de/filmabc16

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