528 Tonnen Gesamtgewicht

Transport von Trafo von Adelebsen nach Hardegsen dauert zwei Nächte

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Planungen für Schwertransport: Florian Kopp (links) von der Straßenbaufirma und Jörg Johannsen von der Firma 3U-Holding stehen vor dem riesigen Trafo in Adelebsen. 

Adelebsen/Hardegsen. Ein riesiger Trafo wird in der kommenden Woche in zwei Nächten mit einem 54 Meter langen Schwertransporter mit einem Gesamtgewicht von 528 Tonnen von Adelebsen nach Hardegsen transportiert.

Lampen, Schilder und sogar ein Gartenhaus müssen weichen, Brücken überbaut werden. Die Route geht vom Solarpark Adelebsen über Wibbecke, Lödingsen, Erbsen, Harste, Parensen und Lütgenrode bis zum Umspannwerk kurz vor Hardegsen.

Der Transport soll am Dienstag, 25. April zwischen 19 und 22 Uhr starten und gegen 2 Uhr in der Nacht kurz hinter Parensen ankommen, wo er dann über Nacht stehen bleibt. Weiter geht es dann am Mittwoch, 26. April, in den Abendstunden.

Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen

Es kommt zu folgenden Behinderungen und Straßensperrungen: Am Dienstag, 25. April, wird ab 12 Uhr die Ortsdurchfahrt Lödingsen durch Ampeln geregelt. Ebenfalls von Dienstag, 12 Uhr, bis Donnerstag, 27. April, 19 Uhr ist die Landesstraße 555 zwischen Parensen und Nörten-Hardenberg voll gesperrt. Weiterhin kommt es ab sofort bis Sonntag, 30. April, auf der gesamten Strecke zu Beeinträchtigungen wegen Vor- und Nacharbeiten.

Die Anlieferung des Trafos erfolgte bereits in dieser Woche in der Nacht zum Dienstag. Mit einem Zug wurde der fast 300 Tonnen schwere Koloss über einen Gleisanschluss auf das Gelände des ehemaligen Sägewerkes gefahren.

Dort wird der Trafo am kommenden Montag umgeladen. Die beiden Zugelemente werden durch zwei mehrachsige Fahrzeuge ersetzt, die das Gerät in die Mitte nehmen. Eine Spezialfirma aus Hanau ist für den Transport verantwortlich. Sachverständige überprüfen das Gewicht.

Für die Arbeiten an der Strecke ist Florian Kopp mit seinem Team von der gleichnamigen Tief- und Straßenbaufirma zuständig. „Ein Höhepunkt der Strecke wird in Lödingsen sein“, sagt Kopp. „Hier werden wir in den nächsten Tagen ein komplettes Gartenhaus und Gartenzäune abbauen, damit der Schwertransport passieren kann. Der Trafo wird dann praktisch über die Ecke des Gartens schweben.“ 

Auch drei bestehende Brücken auf dem Weg müssen die Spezialisten verstärken, da diese sonst das Gewicht nicht aushalten würden. Allein der Aufbau der Verstärkungen dauert jeweils mehr als vier Stunden.

Trafo kam per Binnenschiff und Eisenbahn aus Holland

Hergestellt wurde der Trafo, der künftig in Hardegsen steht, in Holland.

Zunächst wurde der Koloss per Binnenschiff nach Duisburg und dann mit der Bahn nach Adelebsen transportiert. „Hier haben wir eine ideale Umlademöglichkeit“, sagt Jörg Johannsen von der Firma 3U Holding, die das Gelände des alten Sägewerks betreibt und vermarktet. „Dennoch mussten wir einen hohen Lichtmast für die Anlieferung komplett abmontieren.“

Insgesamt sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren weitere vier Trafos auf diesem Weg in die Region kommen, der nächste bereits im Sommer. Sie werden für die neue 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar benötigt, die auch über das Umspannwerk in Hardegsen läuft.

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