13 Göttinger Achtklässler wollen zu Fuß die Alpen überqueren

Herausforderung Wandern: Diese Achtklässler des Göttinger Otto-Hahn-Gymnasiums wollen die Alpen bezwingen. Foto: privat/nh

Göttingen. Einmal über die Alpen und zurück: So lautet die Herausforderung, der sich 13 Achtklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Göttingen stellen.

Sieben Tage lang wandern sie mit ihrer Lehrerin Maike Wiehl von Oberstdorf bis nach Meran - von Deutschland über Österreich nach Italien.

Die Schüler starten ihre 172 Kilometer langen Tour durch die Alpen in dieser Woche und müssen etwa 1800 Höhenmeter überwinden. Ob alle wissen, worauf sie sich da eingelassen haben? „Sie ahnen es“, sagt Johanna Send, die die Gruppe ebenfalls begleitet. Die pensionierte Lehrerin hat das Abenteuer schon einmal hinter sich.

Ziel: Selbstständigkeit 

Im vergangenen Jahr überquerte sie zum ersten Mal mit einer Schülergruppe die Alpen. „Es war ganz toll“, schwärmt sie. Die jungen Leute sollten an ihre Grenzen gehen, die Natur erleben und bei jedem Wetter und egal welcher Schwierigkeit weitermachen. Das Ziel dieser Herausforderung: Selbstständigkeit. Send: „Die Schüler sollen sich auch einmal außerhalb des schulischen Umfelds erproben und diese Herausforderung sei eine gute Chance für sie, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie finden heraus, wo ihre Stärken liegen.“

Voraussetzung sei eine gute Planung, weiß die passionierte Wanderin. Auch dabei bringen sich die Schüler ein. Einige machen sich mit der Route vertraut und wissen theoretisch, was auf sie zukommt. Übernachten werden die Schüler hauptsächlich in Hütten. Dort, das weiß Johanna Send aus Erfahrung, bekommen weder Lehrer noch Schüler viel Schlaf.

Ein weiteres Thema ist die Ausrüstung. Schließlich muss gut überlegt sein, was alles in einen Rucksack soll, den die Jugendlichen sieben Tage lang auf dem Rücken tragen müssen. Was unbedingt mit muss: Ein Liter Wasser - der wiegt bereits ein Kilo -, außerdem Energieriegel, drei Paare Unterwäsche und ein T-Shirt zum Wechseln. Bei allem weiteren müsse schon genau abgewogen werden, berichtet Send, „Es darf nur das in den Rucksack, auf das wirklich keiner verzichten kann.“

Am Starttag müssen die Schüler bereits einen 700 Meter hohen Aufstieg überstehen. Am zweiten Tag rechnet Send mit ein zwölfstündigen Marsch, denn es müssten bis zur Hütte etwas mehr als 20 Kilometer zurückgelegt werden.

Die Schüler sind vorbereitet, denn im Vorfeld wurden schon einige Testwanderungen unternommen. Eine Tageswanderung von Heiligenstadt wieder zurück und eine zweitägige Wanderung.

Alle freuen sich auf ihre Herausforderung, denn im Vorfeld mussten sie durch kleine Arbeiten ihren Eigenanteil an der Reise finanzieren. Jeder hat durch Rasenmähen oder den Hund des Nachbarn ausführen 150 Euro beigesteuert.

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