Treffen: Unternehmer wollen stärkeres Stadt-Marketing

2. Forum Göttinger Unternehmer: GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe begrüßte etwa 70 Teilnehmer im Sartorius-College in Göttingen. Es ging auch um das bessere Zusammenspiel von Stadt, Wirtschaftsförderung, Unternehmen und Hochschulen. Foto: Schröter

Göttingen. Göttingen nach vorne bringen, das kann nur gemeinsam gelingen, wenn Wirtschaft, Hochschulen, Wirtschaftsförderer und Unternehmer zusammen arbeiten. Und: Das Marketing der Stadt Göttingen könnte besser sein.

Das sind Ergebnisse des 2. Forums Göttinger Unternehmer.

Veranstalter im Sartorius-College war die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Göttingen (GWG). Wie kann die hiesige Wirtschaft die Region Südniedersachsen innovativer gestalten und das Potenzial des Standortes mit seinen vielen Wissenschaftlern und Hochschulabsolventen sowie deren kreativen Ideen noch besser nutzen? Auch diese Frage stand im Mittelpunkt des Forums: „Als Wirtschaftsförderung der Stadt Göttingen ist es uns ein wichtiges Anliegen, punktuelle Zusammenarbeit, Forschungskooperationen und Auftragsforschung zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen zu unterstützen“, sagte GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe, die als Gastgeberin etwa 70 Teilnehmer begrüßte – und damit 20 mehr als bei dem ersten Forum im Juli. „Der Wissens- und Technologietransfer ist dabei seit langem eine wichtige Aufgabe für die Standortentwicklung.“

Wolle man die Region wettbewerbsfähiger machen, müsse man ihre Potenziale gemeinsam bündeln. Es werde „von uns allen abhängen, Göttingen und Südniedersachsen nach vorne zu bringen“, appellierte Haufe.

In seinem Vortrag ging Professor Jörg Lahner von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) der Frage nach, inwiefern Wirtschaft und Wissenschaft die Möglichkeit haben, Hand in Hand zu agieren. „Merkmale einer innovativen Region sind auch ein hoher Anteil innovativer, wissensintensiver und technologieorientierter Unternehmen sowie eine starke Vernetzung zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.“

Die kommunale Wirtschaftsförderung müsse ein reges Innovationsgeschehen unterstützen, um eine zukunftsfähige Infrastruktur mit hochwertigen Arbeitsplätzen zu schaffen und zu erhalten sowie die regionale Wertschöpfung zu stärken. „Auf dem Weg zu einer innovativen Region wünschen sich befragte Unternehmen im Bereich des Standortmarketings allerdings einen stärkeren Rückhalt durch Politik und Verwaltung sowie ein selbstbewussteres Auftreten von Stadt und Region“, berichtete Lahner, der in Göttingen grundsätzlich vielversprechende Ansätze und Voraussetzungen sieht.“

In Vorträgen befassten sich Dr. Bernd Schieche (Fraunhofer Anwendungszentrum für Plasma und Photonik) mit den Kooperationsmöglichkeiten im Hinblick auf Forschung und Entwicklung und Christina Qaim, Leiterin Bereich Wirtschaftskontakte der Uni, informierte über die Zusammenarbeit der Uni mit regionalen Unternehmen.

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