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Trotz Corona-Sommerwelle: Notfallversorgung in Kliniken in Göttingen ist sicher

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Von: Thomas Kopietz

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Die Universitätsmedizin Göttingen in einer Außenansicht: Die Notfallversorgung ist gesichert. (Symbolbild)
Die Universitätsmedizin Göttingen in einer Außenansicht: Die Notfallversorgung ist gesichert. (Symbolbild) © pht-airpicture.de/Michael Mehle/nh

Die Notfallversorgung in den Kliniken in Göttingen ist gesichert – trotz der vielen Corona-Fälle. Wichtige Operationen können ebenfalls stattfinden.

Göttingen – Die intensivmedizinische Versorgung in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und im Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende ist gesichert. „Jeder Notfallpatient wird versorgt, jede wichtige Operation vorgenommen“, sagt Prof. Lorenz Trümper, UMG-Vorstand Krankenversorgung, am Samstag gegenüber unserer Zeitung. Die zentralen Notaufnahmen sind in den beiden größten Kliniken der Region ständig gesichert.

Zurzeit ist auch die Belastung durch Patienten mit Covid-19-Erkrankungen hoch, aber beherrschbar. Zwar gibt es in der UMG nicht mehr viele Corona-Kranke mit schweren Verläufen, aber die Zahl der behandelten Patienten mit Covid-19 ist mit 45 hoch. Aber: 35 davon werden mit anderen Grunderkrankungen versorgt, haben zudem eine Corona-Infektion.

Notfallversorgung in Göttinger Kliniken ist sicher: Belastung durch Covid-Patienten

Zehn Covid-19-Patienten werden speziell behandelt, acht davon auf Intensivstation, zwei werden beatmet, zwei liegen auf Covid-19-Station. Im zweitgrößten Krankenhaus der Region, in Göttingen-Weende, lagen Freitag 22 Corona-Patienten, zwei auf Intensivstation.

Prof. Lorenz Trümper, Vorstandsmitglied der Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Lorenz Trümper, Vorstandsmitglied der Universitätsmedizin Göttingen © Uni Göttingen/nh

Beide, UMG und Weender Krankenhaus, konstatieren: In den vergangenen Wochen sind die Zahlen der Covid-Infizierten stetig gestiegen. „Der Trend bleibt auf hohem Niveau bestehen“, sagt Trümper. Gleichwohl zwingen Personalengpässe die Uni-Klinik zur Stilllegung von Betten – auf Normalstationen, wie Intensivstation. So werden nicht zwingend notwendige Operationen verschoben.

Wegen Corona-Sommerwelle: Vorerst keine Entspannung in Göttinger Kliniken

„Wir haben weniger Intensivbetten in Betrieb als vor einem Jahr“, ergänzt UMG-Vorstand Wirtschaft Jens Finke. Knapp ist die Personaldecke an der UMG und im „Weender“ durch einen hohen Krankenstand des Personals – auch wegen Covid-19.

Entspannung erwartet Trümper vorerst nicht: Viele Mitarbeiter hätten aufgrund der hohen Belastungen in den Pandemie-Jahren Kraft gelassen, seien anfälliger geworden. Zudem sei es schwierig, Fachkräfte zu bekommen. Eine Situation, die laut Trümper so oder ähnlich fast alle Kliniken im Netzwerk Südniedersachsen/Nordhessen mit den Kreisen Göttingen, Northeim und Werra-Meißner betreffe. (Thomas Kopietz)

Intensiv-Medizin-Versorgung in Deutschland

Die Intensivstationen verzeichnen laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) weiter mehr Corona-Patienten bei weniger Personal. 1045 Menschen werden intensiv behandelt (Juli 2021: 545). Gleichzeitig gebe es 2000 Intensivbetten weniger – wegen Personalmangels. Die Versorgung sei gesichert, Operationen würden verschoben und Personal umgesetzt. So ist das auch in der UMG und dem Weender Krankenhaus. (tko)

Göttinger Forscher haben nachgewiesen, dass „alte“ Corona-Infektion kaum Schutz bieten. Das Land Niedersachsen hat seine Corona-Verordnung bis Ende August verlängert.

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