Breitbandausbau

Turbo-Internet im Landkreis Göttingen auf Zielgerade

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Ein Multifunktionsgehäuse: Über diese Verteilkästen werden viele Haushalte mit dem Internet verbunden.

Gute Nachrichten für etwa 16 000 Haushalte im Landkreis Göttingen: Sie werden voraussichtlich bis zum Sommer schnelles Internet haben.

Der Ausbau, mit dem viele der „weißen Flecken“ beseitigt werden, geht jetzt auf die Zielgerade. Das Projekt, mit dem die Deutsche Telekom beauftragt worden war, startete im vergangenen Jahr. Die Tiefbauarbeiten – dazu gehört die Verlegung von etwa 890 Kilometern Glasfaserkabel im Landkreis – sind fast beendet. Voraussichtlich bis zum Frühsommer wird auch die Aufstellung von etwa 200 Internet-Verteilkästen (Multifunktionsgehäuse), zu denen die Glasfaserleitungen geführt werden, im Landkreis vollendet sein.

Die sogenannte „Letzte Meile“ wird mit herkömmlichen Telefonkabeln überbrückt. Fast überall soll eine Internet-Geschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Bis zum Sommer werden außerdem 900 Glasfaser-Anschlüsse, die vor allem für Firmenkunden gedacht sind, geschaltet sein. Für die Abwicklung des Projekts war die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) verantwortlich.

Um das Projekt zu realisieren, mussten etwa fünf Millionen Euro aus öffentlichen Kassen zugeschossen werden. Nicht einmal eine Million Euro davon muss der Landkreis Göttingen aufbringen. Der Rest kommt von Bund und Land.

Der Ausbau des schnellen Internets war für den vergleichsweise geringen Betrag machbar, weil die Deutsche Telekom auf eigene Kosten, also ohne staatliche Zuschüsse, bereits den Ausbau in den Bereichen Dransfeld (Kernort) sowie Hann. Münden, Osterode und Duderstadt in den Vorjahren realisiert hatte. Auf diese vorhandenen Infrastruktur kann jetzt beim Ausbau zurückgegriffen werden.

Detlev Barth, Geschäftsführer der WRG

So gute Konditionen wird es beim weiteren Ausbau des Glasfasernetzes nicht geben, weil die Kosten pro Anschluss deutlich steigen werden, macht WRG-Geschäftsführer Detlev Barth deutlich. Derzeit gibt es etwa 4000 Adressen im Landkreis, die für einen geförderten Glasfaseranschluss infrage kommen.

So sieht es in einzelnen Bereichen im Landkreis Göttingen aus

In Kürze können die ersten schnellen Leitungen in Staufenberg, Dransfeld und Gieboldehausen gebucht werden. Auf der Zielgeraden sind die Arbeiten in den Bereichen Friedland, Rosdorf und Gleichen sowie Reyershausen und Billingshausen. Aktuell hakt der Ausbau in Hemeln, Glashütte und Bursfelde noch etwas. Verzögerungen gibt es auch in einigen Bereichen bei Hedemünden, weil es zu Problemen mit Grundstückseigentümern bei der Kabelverlegung kam

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