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Über 90 Weihnachtswünsche warten am Sparda-Wunschbaum in Göttingen auf ihre Erfüllung

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Von: Melanie Zimmermann

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Freuen sich auf viele erfüllte Wünsche zu Weihnachten: (v. l.) Mariola Fischer, Frederike Breyer, Vanessa Radan und Susanner Hobert.
Freuen sich auf viele erfüllte Wünsche zu Weihnachten: (v. l.) Mariola Fischer, Frederike Breyer, Vanessa Radan und Susanner Hobert. © Melanie Zimmermann

In Göttingen kann man Kindern aus sozial benachteiligten Familien eine Freude machen. Am „Sparda-Wunschbaum“ hängen ihre Wünsche zu Weihnachten.

Göttingen – Die Actionfigur von Buzz Lightyear aus Disneys Animationsfilm „Toy Story“, Lego-Sets, Kuscheltiere, Bücher oder auch ein Kit zum Herstellen von glitzerndem Einhorn-Slime – diese und viele weitere Kinderwünsche warten derzeit auf ihre Erfüllung.

Die dazugehörigen Wunschzettel hängen seit Anfang dieser Woche am traditionellen Sparda-Wunschbaum in der Sparda-Filiale in der Groner Straße 24 in Göttingen.

Jeder kann mitmachen: Der Sparda-Wunschbaum erfüllt Kindern ihre Wünsche zu Weihnachten

Wann genau diese mittlerweile sehr beliebte Tradition zugunsten von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien in der Bankfiliale der Spard-Bank ins Leben gerufen wurde, daran konnten sich die Vertreterinnen der Sparda-Bank, Awo sowie ProCity nicht mehr genau erinnern.

„Ich habe diese Aktion von meinem Vorgänger so übernommen. Aber insgesamt müssten es mittlerweile über 20 Jahre sein, in denen wir das hier machen“, antwortet Mariola Fischer, Sparda-Regionalleiterin.

Tannenbaum mit Wunschzetteln
wunsch_2.jpg © Melanie ZImmermann

Seit Anfang der Woche und damit bereits zum 17. Mal in Folge steht ein prächtiger Tannenbaum, neben Lichtern und einigen Kugeln vor allem geschmückt mit zahlreichen bunten Wunschzetteln, in der Filiale der Sparda-Bank.

Mit Unterstützung der Familienhilfe der Arbeiterwohlfahrt (Awo) haben auch in diesem Jahr fast 100 (Klein)Kinder und Jugendliche – und damit noch einmal mehr als im Vorjahr – einen ihrer Herzenswünsche zu Weihnachten auf Papier gebracht, in der Hoffnung, dass sich eine gute Seele findet, die ihnen ihren Wunsch erfüllt.

„Die ersten Wunschzettel wurden schon mitgenommen, direkt nachdem wir mit dem Schmücken fertig waren“, freute sich Mariola Fischer und betonte dabei, dass man natürlich kein Bank-Kunde sein müsse, um sich einen der Wunschzettel mitzunehmen.

Wunsch-Erfüller gesucht: Bis zum 15. Dezember können Geschenke abgegeben werden

Wer sich für einen Weihnachtswunsch entscheidet und ihn erfüllt, hat bis zum 15. Dezember Zeit, das Geschenk wieder in der Filiale abzugeben. Auf einer kleinen „Anleitung, die jedem Wunschzettel beigefügt ist, wird die Aktion noch einmal genau erklärt.

Die AWO-Familienhilfe um Leiterin Susanne Hobert und ihre Kollegen liefert anschließend die Geschenke – rechtzeitig zum Fest – an die glücklichen Kinder persönlich aus.

Eine große Feier, wo alle Wunschzettel-Malerinnen und -Maler zusammenkommen und die Geschenke in großer Runde verteilt werden, wird es in diesem Jahr hingegen noch nicht wieder geben. „Wir haben davon noch einmal Abstand genommen aufgrund der Pandemie“ erklärt Hobert. Im kommenden Jahr könne man aber hoffentlich wieder mit allen zusammen feiern.

Nicht alle Wunschzettel am Baum werden von jemandem mitgenommen

Wünsche, die übrig bleiben, werden von ProCity übernommen und erfüllt. „Im vergangenen Jahr waren es ungefähr 20, denen wir uns angebommen haben“, erzählt ProCity-Geschäftsführerin Frederike Breyer. Das seien im Vergleich zu den Vorjahren schon viele gewesen. Normalerweise seien es im Schnitt fünf Wunschzettel, die übrig bleiben.

„Vergangenes Jahr war aber eine schwierige Situation durch die Pandemie: abgesagter Weihnachtsmarkt, 2G-Regelung im Einzelhandel – es waren einfach deutlich weniger Menschen in der Innenstadt untwergs.“

In diesem Jahr dürften die Besucherzahlen in der Innenstadt wieder höher sein – und bei einem Bummel über den Weihnachtsmarkt bietet sich ein Abstecher in die Filiale der Sparda-Bank zum Wunschbaum durchaus an.

Familienhilfe der AWO

Die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) der AWO Göttingen unterstützt Familien bei der Bewältigung ihrer Erziehungsaufgaben durch intensive Begleitung. Außerdem wird den Familien geholfen bei Alltagsproblemen individuelle Lösungen zu finden.

Durch die SPFH haben die Familien jeweils eine ansprechbare, vertraute Person, an die sie sich wenden können. Weitere Informationen unter awo-goettingen.de. (mzi)

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