Über 50 Kinder trennen sich von ihren Schnullern

Der zweijährige Julius Jitschin geht mutig voran: In Begleitung seiner Mutter Anne Jitschin geht es hoch in den Schnullerbaum, wo er sich von seinem Nuckel verabschieden muss. Foto: Dittrich

Göttingen. Schnullerbaumfest in Göttingen: Am Mittwoch wurden wieder viele Nuckel in die große Platane im Cheltenham-Park gehängt.

Als sein Schnuller in den Baum gehängt wird, ist Julius noch tapfer. Aber als er wieder unten ist, jammert er - er will seinen „Nucki“ zurück.

„Der Schnullerbaum hat einen Brief an Julius geschrieben“, erzählt Anne Jitschin, Julius Mutter. Ohne neue Schnuller könne die Platane nicht mehr weiterwachsen. Deswegen schlägt der 60 Jahre alte Baum einen Tausch vor: Julius gibt ihm seine Schnuller, dafür bekommt er ein Geschenk. Zuhause warten dann zwei Ritter und ein Drache auf Julius, verrät Jitschin.

Also klettert Julius tapfer die Stufen zur Hebebühne hinauf. Dann geht es in dem Korb zusammen mit der Mutter und Hans-Georg Nolte von der Stadt Göttingen ein paar Meter nach oben ins Geäst. Oben angekommen, holt Anne Jitschin Gummibärchen raus. „Komm, wir tauschen“, sagt sie und nimmt ihrem zweijährigen Sohn den Schnuller ab und bindet ihn an einem Ast fest. Die Ablenkung funktioniert, bis die beiden unten sind. Dann trauert Julius doch seinem „Nucki“ hinterher, jammert, quengelt. Daran ändern auch die Urkunde und der Lolli nichts, die er von einer Mitarbeiterin der Stadt Göttingen bekommt.

Viele hundert Schnuller hängen bereits in der Platane im Cheltenham-Park. Auch in diesem Jahr hat Margarete Siebert von der Stadt Göttingen wieder rund 50 Anmeldungen für die Aktion.

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