Falsche Polizisten in Göttingen unterwegs

Überfall auf Seniorin in Göttingen: Falsche Polizisten stehlen Bargeld und Schmuck

ILLUSTRATION - Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Eine junge Frau soll einen vier Jahre alten Bub in Eschenbach in der Oberpfalz mit Gewalt getötet haben. Sie sitze wegen des Verdachts des Totschlags in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Freitag mit
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Zwei falsche Polizisten haben im Tegeler Weg in Göttingen eine Seniorin in ihrer Wohnung überfallen. (Symbolbild)

Zwei falsche Polizeibeamte haben am Mittwochnachmittag gegen 15.40 Uhr im Tegeler Weg eine Seniorin in ihrer Wohnung bestohlen.

Göttingen - Die beiden Betrüger entkamen unerkannt mit dem Bargeld und Schmuck der Frau. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest, wie die Polizei mitteilt.

Die beiden Männer hatten die Frau zunächst vor dem Wohnhaus angesprochen und behauptet, dass bei ihr eingebrochen worden sei. Unter dem Vorwand, den „Sachverhalt aufnehmen zu müssen“, erschlichen sich die Betrüger schließlich Einlass in die Wohnung, dort nutzten sie einen unbeobachteten Moment zum Diebstahl.

Der erste Täter war etwa 170 cm groß, 25 Jahre alt, von kräftiger Statur. Er hatte ein rundliches Gesicht und trug dunkelblaue oder dunkelgraue Bekleidung.

Der zweite Täter war etwa 180 cm groß, circa 30 Jahre alt, er hatte schwarzes, kurzes Haar und einen Bart. Bekleidet war er mit einer grauen Mütze, dunkelblauem Oberteil und Jeans. Er sprach hochdeutsch.

Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen, die diese Täter beobachtet haben oder vielleicht sogar selbst angesprochen worden sind: Polizei Göttingen, Tel. 05 51/491-2115.

„Echte“ Polizeibeamte fordern niemals Geld oder Wertgegenstände

Ferner rät die Polizei: Die „echte“ Polizei fordert niemals auf, Geld oder andere Wertgegenstände auszuhändigen oder Banküberweisungen zu tätigen, um Ermittlungen zu unterstützen. Man sollte deshalb misstrauisch sein. Gesundes Misstrauen sei keine Unhöflichkeit.

Man sollte sich auch Zeit für eine Rücksprache mit Vertrauenspersonen oder Angehörigen nehmen und sich auf keinen Fall unter Druck setzen lassen. Auch nicht durch angeblich wichtige Ermittlungen zu einem bevorstehenden Einbruch in der Nähe.

Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich mit einem Dienstausweis aus und haben Verständnis dafür, wenn Bürger bei der Polizeizentrale nachfragen möchten – bei der Polizeidienststelle. Es kann auch der Notruf 110 gewählt werden, unbedingt bei verdächtigen Vorfällen. (Thomas Kopietz)

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