Notfallübung am Kletterfelsen

100 Einsatzkräfte üben die Rettung im Gelände bei Mariaspring

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Besprechung im Gelände: Verantwortliche der Rettungsdienste bei der Großübung bei Mariaspring.

Bovenden. Schwer verletzte Menschen im Gelände und eine unübersichtliche Lage - das waren am Samstag für 100 Retter bei der Übung in Mariaspring die Herausforderungen.

Die DRK-Bereitschaft Göttingen hatte am Samstagnachmittag zur groß angelegten Übung mit komplexen Herausforderungen geladen.

Ort des fiktiven Unfalls war der Kletterfelsen Mariaspring, der bei Kletterern aus Göttingen und der Umgebung beliebt ist. Dort kam es bei einer abendlichen Party von Klettersportlern zur Explosion einer Gaskartusche am Lagerfeuer mit leicht- und schwer verletzten. 

Gegen 16.30 Uhr wurden die DRK-Bereitschaften aus Göttingen, Altes Amt und Bad Lauterberg, die DRK-Bergwacht Clausthal sowie die Johanniter-Unfallhilfe und das Technische Hilfswerk aus Göttingen mit der Freiwilligen Feuerwehr Eddigehausen zum Unglücksort gerufen. Dort galt es, 18 Verletzte, zu finden, fachgerecht und sicher zu retten sowie abzutransportieren.

Besondere Herausforderung dabei war nicht nur das Retten aus Höhen für die Kletterer der Bergwacht, sondern auch das Betreuen der „verletzten“ Darsteller mit anfangs wenig Personal.

Täuschend echt: Die Maske leistete ganze Arbeit bei der Großübung im Gelände mit Feuerwehren, Hilfsdiensten und THW bei Mariaspring nahe Bovenden. Eine verletzte Frau wird versorgt und gerettet.

Die Darsteller wurden im Vorfeld des Notfall-Szenarios vorbereitet: Die geschminkten Verletzungen sahen am Ende täuschend echt aus, verhielten sich wie panisch und desorientiert Umherlaufende.

Wie die Rettungskräfte auf diese Stresssituation reagierten, das begutachteten und protokollierten etwa zwei Dutzend Übungsbeobachter.

Ziel der Übung, die Lisa Meyer und Alec Schulze-Eckel von der DRK-Bereitschaft Göttingen ausgearbeitet hatten, war auch die Verbesserung des Zusammenspiels der unterschiedlichen Rettungsorganisationen, sowie das Retten in dem anspruchsvollen Gelände bei Mariaspring.

„Die Rettung, das Ausleuchten der Einsatzstelle, sowie die medizinische Versorgung vor Ort liefen top“, resümiert Schulze-Eckel nach der Übung, die vier Stunden lang bis in den späten Samstagabend lief. Die Organisatoren haben nach eigenen Angaben viele Erkenntnisse gewonnen, so über Probleme bezüglich der Park- und Platzsituation vor Ort oder im Bereich der Kommunikation untereinander. Dort wolle man ansetzen, um im Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein. In einer Übungsnachbesprechung soll alles aufgearbeitet werden.

Die Verpflegung für die etwa 100 eingesetzten Kräfte gab es im Anschluss von der DRK-Bereitschaft aus Northeim. 

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