Umfrage-Teilnehmer waren gegen Cheltenhampark

Neue Fahrrad-Route in Göttingen: Umfrage-Teilnehmer befürworten den Schildweg

Zwei Menschen fahren auf einem Fahrradweg in entgegengesetzte Richtungen.
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Der Schildweg in Göttingen: Durch ihn soll künftig eine wichtige Route für Fahrradfahrer in beiden Richtungen führen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage.

Eine wichtige Route für Fahrradfahrer im Osten der Göttinger Innenstadt soll umgestaltet werden. Bei einer Umfrage befürworteten Teilnehmer eine Route durch den Schildweg.

Göttingen – Laut einer Umfrage spricht sich eine Mehrheit dafür, dass die Route künftig durch den Schildweg führt – und nicht durch den Cheltenhampark.

Die Umfrage-Ergebnisse wurden jetzt im Bauausschuss vorgestellt, der das Thema nach einer längeren Diskussion zunächst vertagte.

Insgesamt stimmten 65 Prozent der Umfrage-Teilnehmer für die Fahrrad-Route durch den Schildweg. Unter den Anwohnern (54 Prozent für Schildweg) ist die Zustimmung allerdings geringer bei den übrigen Nutzern (70 Prozent für Schildweg).

Verlust von Parkplätzen als Grund gegen Cheltenhampark-Route

Die Mehrheit beider Gruppen bevorzugt zudem eine Änderung der Vorfahrtsregelung: Wer vom nördlichen Schildweg nach rechts auf den weiteren Verlauf der Straße abbiegt, soll demnach Vorfahrt haben. Aktuell haben Verkehrsteilnehmer Vorfahrt, die an dieser Stelle auf der Calsowstraße geradeaus auf den Schildweg fahren.

Einen Radweg durch den Cheltenhampark befürworten lediglich 26 Prozent der Anwohner und 24 Prozent der übrigen Umfrage-Teilnehmer. Als Hauptgrund wird dabei der Verlust von Parkplätzen im Schildweg angegeben.

20 Prozent aller Teilnehmer sind hingegen mit der aktuellen Situation zufrieden. Momentan wird der Radverkehr in diesem Bereich je nach Fahrtrichtung über unterschiedliche Routen geführt.

Ziel der Planungen ist Vereinheitlichen der Route

Von der Südstadt in Richtung Nordstadt können Radfahrer über den südlichen Teil des Schildwegs vorbei am Kindergarten durch den Cheltenhampark und den Stadthallengarten bis zum Albaniplatz fahren.

In umgekehrter Richtung nach Süden führt die Route vom Albaniplatz durch den Stadthallengarten direkt auf den Schildweg. Ziel der Planungen ist es, die Route für beide Fahrtrichtungen zu vereinheitlichen und so eine klare und konfliktfreie Streckenführung zu schaffen.

Die Planungen sind Teil des Radverkehrsentwicklungsplanes, der den Klimaplan Verkehrsentwicklung in diesem Bereich konkretisiert – unter dem Motto „Neue Wege für das Rad“.

376 Menschen nahmen an der Umfrage teil – 167 Bemerkungen

Neben der Abstimmung für die verschiedenen Planungsvarianten bot die Beteiligung auch die Möglichkeit, Anregungen zu geben. 44 Prozent der Teilnehmer machten davon Gebrauch: Es gingen 167 Bemerkungen ein, die von der Verwaltung geprüft wurden.

Insgesamt beteiligten sich 376 Teilnehmer an der Umfrage – 369 online und sieben telefonisch. Davon gaben 28 Prozent an, Anwohner zu sein.

Alle Ergebnisse der Umfrage und die Stellungnahmen der Verwaltung sind unter zu.hna.de/schild321 abrufbar. (Bernd Schlegel)

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