UMG: 80 Prozent kommen zum Impfen

Leitung der Uni-Klinik Göttingen sieht „hohe Impf-Bereitschaft“ bei Mitarbeitern

Ein Herr mittleren Alters mit Mund-Nasen-Bedeckung, Brille und kurzen Haaren hält fünf Spritzen in die Kamera.
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Covid-19-Impfung: UMG-Betriebsarzt Dr. Dieter Müller zeigt fünf Spritzen mit dem Impfstoff von Bionteck, die in der UMG gegeben wurden, jetzt wird AstraZeneca gespritzt.

An der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) haben sich 80 Prozent der Mitarbeiter zu angebotenen Terminen gegen Corona impfen lassen. Für Absagen gibt es mehrere Gründe.

Göttingen – In der Göttinger Uni-Klinik sind bisher etwa 2000 Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft worden, wie die Universitätsmedizin auf Anfrage mitteilte. Aktuell hat die UMG 2000 Impfdosen AstraZeneca erhalten. „Die UMG bekommt zudem in der kommenden Woche weitere 2000 Impfdosen von AstraZeneca, insgesamt also 4000 Impfdosen“, so Sprecher Stefan Weller.

Bis Mitte März alle Mitarbeiter mit Priorität 1 geimpft

Diese Impfstofflieferungen mache die Planung der Impfungen an der UMG deutlich sicherer. So sollen mit dem AstraZeneca-Vakzin bis Mitte März alle weiteren Mitarbeitenden aus der Gruppe mit der Priorität 1 nach Vorgaben der Stiko geimpft werden.

Das sind die Beschäftigten, die unmittelbar in der Notaufnahme und auf den Normal-, Intermediate Care- und Intensivstationen mit Covid-19-Patientenarbeiten.

Die Impfbereitschaft innerhalb der UMG sei hoch, wie Weller mitteilt. „Wir haben auch immer wieder viele Nachfragen: „Ich möchte mich gerne impfen lassen. Wann bin ich dran?“.

Absagen-Gründe sind nicht genau nachvollziehbar

Bislang haben sich an der UMG etwa 80 Prozent der Mitarbeitenden zu den angebotenen Impfterminen auch tatsächlich impfen lassen.

Auf die Frage, ob eine vorhandene Skepsis gegenüber AstraZeneca und den stärkeren Nebenwirkungen ein Ursache für das Nichterscheinen sei, sagt Stefan Weller: „Die Gründe für Absagen oder das Nichterscheinen zu den Impfterminen lassen sich nicht genau nachvollziehen.“

Das können organisatorische Gründe sein, beispielsweise, dass Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz nicht verlassen können, auch aufgrund unaufschiebbarer Termine in der OP-Planung, oder Erkrankungen im Kollegenkreis – oder natürlich auch aufgrund der Ablehnung einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff.

Zahl der behandelten Corona-Patienten ist zurzeit stabil

Grundsätzlich verbessere eine hohe Impfquote neben dem Eigenschutz auch das generelle Aufrechterhalten des Klinikbetriebes mit rund 8000 Mitarbeitern.

Die UMG nimmt im Zusammenspiel des südniedersächsischen Kliniknetzwerkes eine zentrale Rolle im Umgang mit Covid-19-Erkrankten ein.

Die Zahl der in der Uni-Klinik behandelten Corona-Patienten hat sich seit Mitte Februar leicht verringert und ist zurzeit stabil. Am Freitag wurden 20 Covid-Erkrankte behandelt, zwölf in der Intensivmedizin. Davon wurden elf Patienten beatmet, sieben an ECMO-Maschinen. Acht Patienten lagen auf Normalstation. (Thomas Kopietz)

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