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Umgestaltung des Waageplatzes in Göttingen: Wettbewerb für bestes Konzept

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Von: Per Schröter

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Der Waageplatz am Leinekanal: Der in die Jahre gekommene Ort soll umgestaltet werden. Bürgerinnen und Bürger können dazu ihre Ideen und Anregungen online abgeben.
Der Waageplatz am Leinekanal: Der in die Jahre gekommene Ort soll umgestaltet werden. Bürgerinnen und Bürger können dazu ihre Ideen und Anregungen online abgeben. © Per Schröter

Der Waageplatz in der Göttinger Innenstadt soll aufgemöbelt werden. Interessierte können dabei ihre Ideen und Anregungen einbringen.

Göttingen – In Göttingen sollen bis 2026 Teile der Nördlichen Innenstadt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ saniert werden. Nach dem bereits abgeschlossenen Ausbau der Straße am Leinekanal soll jetzt der Waageplatz umgestaltet werden. Am Wochenende fanden dazu zwei Informationsveranstaltungen statt.

Die Nördliche Innenstadt Göttingens umfasst das Gebiet vom Iduna-Zentrum im Norden bis zur Goethe-Allee und der Prinzenstraße im Süden und von der Berliner Straße im Westen bis zum Gothaer-Haus in der Weender Straße im Osten. Bereits 2018 wurde dieses Gebiet in das Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ (vormals „Soziale Stadt“) des Bundes und des Landes Niedersachsen aufgenommen. „Für die Sanierungsprojekte wurde ein Gesamtvolumen von 26 Millionen Euro bewilligt, wobei zwei Drittel vom Land gefördert werden und wir ein Drittel selbst tragen müssen“, sagte Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) bei einer mit rund 100 Teilnehmern gut besuchten Informationsveranstaltung in der Johanniskirche.

Schwerpunkte der geplanten Sanierungsprojekte seien die Bereiche Stadtwohnen, Stadtleben und Stadträume. „Es geht darum, Wohnraum zu erhalten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Abwechslungsreiche Angebote im Handel, im Gewerbe und für die Freizeit zu kreieren und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu verbessern“, sagte Broistedt und betonte, dass bei allen Projekten der Klimaschutz und die Klimaanpassung ihren Raum finden werde.

Broistadt: „Bislang sind die Fördermittel nur in Aussicht gestellt“, so die Bürgermeisterin. „Für jede einzelne Maßnahme muss ein eigener Antrag gestellt und dieser muss dann auch erst bewilligt werden.“

Neben Umgestaltungen im öffentlichen Raum könnten auch private bauliche Maßnahmen, die den Sanierungszielen entsprechen, über Städtebauförderungsmittel unterstützt werden. Mit den Projekten solle der öffentliche Raum aufgewertet und die nachbarschaftliche Gemeinschaft gefördert werden.

Wie das aussehen kann, zeigt das Beispiel der Straße am Leinekanal. Dort wurden im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Ausbaus für eine höhere Aufenthaltsqualität unter anderem Bäume gepflanzt, Bänke aufgestellt und Fahrradparkplätze geschaffen und gleichzeitig Kfz-Stellplätze entfernt. Als nächstes Großprojekt soll nun der Waageplatz umgestaltet werden.

Der am Leinekanal gelegene Platz ist ein beliebter Treffpunkt, auf dem regelmäßig kleinere Veranstaltungen wie das Weinfest oder die Nacht der Kultur stattfinden, der aber auch von Passanten geprägt ist, die ihn in Richtung Bahnhof, Innenstadt und Universitätseinrichtungen queren. „Diese wichtigen Funktionen sollen auch in Zukunft erhalten bleiben“, betonte Petra Broistedt.

Vorstellung des Sanierungskonzeptes: Oberbürgermeisterin Petra Broistedt am Rednerpult.
Vorstellung des Sanierungskonzeptes: Oberbürgermeisterin Petra Broistedt am Rednerpult. © Per Schröter

Eine Umgestaltung des Platzes sei jedoch dringend nötig, weil seine Aufenthaltsqualität nicht mehr den Anforderungen genüge und es an Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sowie an Aufenthaltsorten für ältere Menschen und andere Besucher fehle.

Um einen zukunftsfähigen und einzigartigen Entwurf zu entwickeln, führt die Stadt Göttingen jetzt einen Wettbewerb unter Landschaftsarchitektur-Büros durch. Eine fachliche Jury soll die Entwürfe anschließend bewerten und der Verwaltung das beste Konzept zur weiteren Bearbeitung vorschlagen. Um die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs festzulegen, soll in einem ersten Schritt auch die Öffentlichkeit ihre Bedarfe, Wünsche und Ideen zur Neugestaltung des Waageplatzes in den Prozess einbringen. Dazu besteht noch bis zum 8. Oktober die Möglichkeit, an einer Online-Befragung zum Waageplatz teilzunehmen und dort Ideen für die Umgestaltung einzubringen.

Diese Anregungen sollen dann unter Berücksichtigung der festgesetzten Rahmenbedingungen für die zukünftige Nutzung des Platzes geprüft, ausgewertet und den Planungsbüros für die Bearbeitung des Wettbewerbs zur Verfügung gestellt werden.

Zur Umfrage geht es hier. (Per Schröter)

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