Umsatz des Göttinger Logistikunternehmens Zufall ist gestiegen

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Gutes Ergebnis bei Zufall: Geschäftsführer Jürgen Wolpert, der geschäftsführende Gesellschafter Peter Müller-Kronberg und Geschäftsführer Michael Tillner präsentierten die Geschäftszahlen der Zufall Logistics Group.

Göttingen. Das Göttinger Logistikunternehmen Zufall blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Die Logistiker melden ein Umsatzplus von 3,7 Prozent auf 286,2 Millionen Euro.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, weil wir insbesondere in den bedeutsamen Geschäftsfeldern zulegen konnten“, sagte der geschäftsführender Gesellschafter der Zufall Logistics Group, Peter Müller-Kronberg.

Insgesamt steigen die Umsatzerlöse des international tätigen Unternehmens im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 286,2 Millionen Euro (2014: 276 Millionen). Die Zahl der beförderten Sendungen wuchs von 4,3 Millionen auf 4,6 Millionen, was einem Plus von 8,5 Prozent entspricht. An allen neun Standorten des Familienunternehmens wurden 361.200 Sendungen mehr befördert als im Jahr zuvor. „Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete erneut das Geschäft mit Sendungen, die in der Nacht zugestellt werden“, sagte Müller-Kronberg. Der Umsatz, der über die mittelständische Kooperation Night Star Express (NSE) erlöst wurde, sei von 24,8 Millionen Euro 2014 um 24,8 Prozent auf 30,9 Millionen Euro gestiegen.

Wachstum herrschte auch auf dem Geschäftsfeld Kontraktlogistik. Dabei handelt es sich um langfristige Kooperationen zwischen einem Hersteller von Gütern und dem Logistikdienstleister, wobei dieser sowohl logistische als auch andere Aufgaben übernimmt. Der Umsatz bei der Kontraktlogistik betrug im vergangenen Jahr 44,9 Millionen Euro – 3,8 Millionen Euro (9,4 Prozent) mehr als 2014.

Während sich die Geschäfte auch bei den Landverkehren in Deutschland und Europa positiv entwickelten (von zusammen 177,8 auf 183,2 Millionen Euro), sah es bei der Luft- und Seefracht nicht gut aus. Hier brach der Umsatz von 22,9 Millionen auf 12,9 Millionen Euro ein (minus 43,8 Prozent). „Vor allem bei der Seefracht haben wir die selbst gesteckten Ziele noch nicht erreicht“, sagte der verantwortliche Geschäftsführer Michael Tillner. Als „wichtigen Meilenstein“ in der Entwicklung nannte Tillner die Übernahme von Team Trans Hamburg (TTH) und Team Trans Logistik (TTL). „Damit sind wir nun mit einem eigenen Standort im Hamburger Hafen präsent.“

Was die Zahl der Beschäftigten angeht, legte die Zufall Logistics Group an allen Standorten zu. Sie stieg um 4,8 Prozent auf insgesamt 1955 – davon 562 in Göttingen. Die Zahl der Auszubildenden stieg um 21 von 138 auf 159.

Für 2016 plant die Zufall-Geschäftsführung mit einem leichten Umsatzwachstum von zwei Prozent. „Europa steht vor großen Herausforderungen, und die globalen geopolitischen Risiken nehmen permanent zu“, sagte Müller-Kronberg. „All das wird sich auch auf die Güterverkehrsströme und die Gestaltung der globalen Lieferketten auswirken“, begründete er die zurückhaltende Prognose.

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