Junges Theater Göttingen

Umzug mit Spektakel: JT und KAZ machen Notwendigkeit zur Kunst-Gaudi

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Das Otfried-Müller-Haus am Wochenmarkt in  Göttingen wird saniert - JT und KAZ ziehen für drei Jahre au.

Was passiert, wenn ein Haus umzieht? Das zeigen JT und KAZ am Samstag bei einem Umzugsspektakel – in gewohnt theatralischer Form. 

Die Kisten sind schon gepackt, nun fehlen noch helfende Hände.

„Kultur am Wall“ nennt sich das neue Kulturquartier in der Bürgerstraße 15. Das Junge Theater (JT) und das Kulturzentrum KAZ ziehen um – und zwar buchstäblich. Dieser Umzug ist mehr als symbolisch: Kisten mit Kostümen, Bühnentechnik, Textbüchern, Requisiten und vielem mehr werden gepackt und in die neue Spielstätte befördert. Wie nicht anders erwartet wird der Umzug von einem großen Spektakel begleitet. Bunt und laut soll es werden mit viel Tamtam, Gesang, Tanz, Musik, Akrobatik und Schauspielkunst. Die Bühne ist der Wochenmarktplatz sowie die Göttinger Innenstadt. Dafür suchen JT und KAZ nicht nur Zuschauer, sondern auch Helfer aus Göttingen für den tatsächlichen Umzug.

Der Umzug findet am Samstag, 28. September, statt. Beginn ist um 15 Uhr, auf dem Wochenmarktplatz an der Hospitalstraße. Der Marktplatz wird einen „Wander-Zirkus-Volkscharakter haben“, verspricht Projektleiterin Michaela Dicu.

Zu Beginn wird der gesamte Wochenmarkt bespielt. Rahmengeschichte für die Schauspieler ist der Umzug als solcher. Umzugsgerätschaften wie Leitern und Kisten werden theatral eingesetzt. Nachdem das Otfried-Müller-Haus als alte Spielstätte offiziell verabschiedet wurde, findet ab 16 Uhr ein Festumzug durch die Göttinger Innenstadt statt. Diesem Festzug schließen sich Vereine, Musikkapellen und Schauspielgruppen aus der Region an. Mit dabei sind neben der JT-Band und dem KAZ-Chor auch der Spielmannszug Dransfeld und der Shantychor der Marinekameradschaft Göttingen.

Jeder, der mithelfen will, kann nun mit anpacken und sich im (Um-)Zug einreihen. Auf den Weg in das neue Heim geht es von der Hospitalstraße über die Kurze Straße, Groner Straße, Angerstraße und Gartenstraße.

In der Bürgerstraße angekommen werden JT und KAZ offiziell von den Nachbarn des Quariers begrüßt. Ab 17 Uhr gibt es ein Hoffest und ab 18 Uhr öffnet das alte aber frisch renovierte Schulgebäude seine Pforten zu einem „Begehbaren Haus“. In allen drei Etagen sind unter der Mitwirkung von KAZ-Gruppen und JT-Schauspielern in allen Räumen Performances, Lesungen, Theateraufführungen und Konzerte geplant. Die Gäste sind zum Mitmachen aufgefordert: So können sie in Kurzform unter anderem singen, tanzen, töpfern und kochen lernen. „Am Ende gibt es eine offizielle Praktikumsurkunde“, sagt Dicu.

Am Sonntag, 29. September, ist zudem ein Gesprächsforum, der „Tisch der Ideen“, geplant, sagt Anne Moldenhauer vom KAZ. Parallel dazu gibt es Aktionen für Kinder, etwa Malaktionen, trommeln und tanzen. Außerdem ist der Künstler Arasch Zandieh vor Ort, der eine Fotoaktion auf einer „Nachbarschaftsbank“ anbietet. Er fertigt Porträts an, die später in „seiner alten Schule“ veröffentlicht werden.  jes

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