Volkswagensstiftung

Uni Göttingen erhält Geld für Forschung über Terrorismusopfer

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Petra Terhoeven, Professorin für (Europäische Kultur- und Zeitgeschichte an der Uni Göttingen.

Für ein Forschungsprojekt über Terrrorismusopfer bekommt die Universität Göttingen bis zu 120 000 Euro vom Land Niedersachsen.

Göttingen – Das Geld stammt aus dem „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagensstiftung, also aus den Dividenden der niedersächsischen VW-Aktien, wie die Hochschule am Dienstag mitteilte. Insgesamt wurden 14 Projekte bewilligt.

Der Titel des Vorhabens lautet „Wem gebührt unser Mitleid? – Terrorismusopfer und Gesellschaft in der Moderne.“ Standen bislang überwiegend die Täterinnen und Täter im Zentrum der Terrorismusforschung, so nehmen die Wissenschaftler um die Geschichtsprofessorin Petra Terhoeven nun die Opfer von Terrorismus in den Blick.

Zunächst analysieren sie deren Rolle in der gesellschaftlichen Debatte, die jeder terroristische Anschlag auslöst.

Die Forschungsarbeit soll aber nicht nur hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern öffentlich gemacht werden – mehr noch auch die Debatte über Terrorismus und Opfer thematisiert werden – In einem zweiten Schritt des Projektese wollen die Göttinger Forscher einen öffentlichen Dialog speziell über die Perspektive der Opfer initiieren.

Dieser Dialog zwischen Wissenschaft, Medien, Politik, Gesellschaft und Betroffenen soll allen Interessierten auch über eine Internetseite und einen Podcast zugänglich gemacht werden.

Die Förderung des Projekts erfolgt im Rahmen des Landesprogramms „Zukunftsdiskurse“. Damit will Niedersachsen den gesellschaftspolitischen Diskurs in den Geistes- und Sozialwissenschaften fördern.

Forscherinnen und Forscher waren zum dritten Mal aufgefordert worden, Konzepte vorzulegen, die dann in öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden sollen. Die Projekte sollten aktuelle und zukunftsorientierte Themen behandeln.

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