So viele Deutschlandstipendien wie noch nie

Uni Göttingen: In Studenten investieren – von Talenten profitieren

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Alte Aula der Georg August Universität Göttingen: 165 Studenten mit ihren Deutschlandstipendien und ihren Förderern.

Göttingen. Mit der musikalischen Einlage der Jazzcombo von Stipendiaten startete am Montag die feierliche Vergabe der Deutschlandstipendien in der alten Aula der Göttinger Universität. 165 Stipendien und damit 25 mehr als im vergangenen Jahr wurden vergeben.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2011 jährlich vergeben. Es wird zu gleichen Teilen von privaten Förderern, sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Die Stipendiaten erhalten ein Jahr lang jeweils 300 Euro im Monat.

Es soll die Stipendiaten finanziell entlasten. Zudem gibt es ihnen die Möglichkeit mit ihren Förderern sowie mit Kommilitonen anderer Fakultäten in Kontakt zu kommen und so Netzwerke zu bilden.

Dr. Holger von der Emde von der Ornamin- Kunststoffwerke GmbH & Co. KG ist einer der Förderer. In seiner Rede wies er auch auf die Möglichkeit für die Förderer hin, von den Talenten der Stipendiaten zu profitieren.

Der Franzose Borzou Rafie Elizei von der EBR Projektentwicklung GmbH ist ebenfalls ein Förderer. Er sieht in dem Stipendium das Potenzial, junge Talente zu unterstützen. Zudem möchte er so die Universität und damit auch die Region fördern, indem die Universität zur „Visitenkarte“ Göttingens wird.

Mit den Förderern in Kontakt zu kommen und voneinander zu lernen, das sieht auch Lena-Sophie Tilk als wichtige Vorteile des Stipendiums an. Sie verweist in ihrer Rede aber auch auf die historisch begründete wissenschaftliche Verantwortung, welche die studierenden besonders in Göttingen tragen (Beispiel Göttinger 7).

Jennifer Pengel ist zum zweiten Mal Stipendiatin. Sie stammt aus einer Arbeiterfamilie. In ihrer Rede beschrieb sie, warum sie mehr Fleiß an den Tag legen muss als Studierende aus einem Akademiker Haushalt. Das Stipendium gibt ihr die Chance, sich größeren Projekten an der Uni widmen zu können, ohne das ihre Noten leiden.

Das Stipendium ermöglicht entspannteres Studieren ohne finanziellen Druck. So gibt die Stipendiatin Elly Schmidt an, das Geld für ein Auslandssemester und Lernmaterialien nutzen zu wollen.

Alban Reichardt möchte seinen Führerschein machen und sich ansonsten mit dem Geld zum Teil den Lebensunterhalt, sowie Lernmaterialien finanzieren, ebenso wie Leonie Gerber, die in dem Stipendium vor allem eine große Anerkennung ihrer Leistungen sieht.

Laut Uni wird noch nicht das volle Potenzial an Stipendien, die der Bund genehmigen würde, ausgenutzt. In fünf Jahren wolle man das Kontigent von 400 Stipendien ausschöpfen.

Von Kristina Stein

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