Europa und die Flüchtlingskrise

Die Uni Göttingen ist an neuem EU-Projekt zum Thema Migration beteiligt

+
Flüchtlingscamp: Flüchtlinge nahe der ungarisch-serbische Grenze (2016). Kelebia ist eines der zwei ungarischen Transit-Points und der einzige Durchlass in die EU via Serbien.

Göttingen. Die Reaktionen der europäischen Staaten auf die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015 beschäftigen ein europäisches Forscherteam. Dazu gehören auch zwei Wissenschaftler der Universität Göttingen.

Von der Universität Göttingen arbeiten Prof. Dr. Sabine Hess (Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie) und Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel (Institut für Soziologie) mit.

An dem Projekt, für das die Europäische Kommission 3,3 Millionen Euro bewilligte, seien 14 in- und außereuropäische Forschungseinrichtungen sowie zwei Menschenrechtsorganisationen beteiligt, meldet die Universität Göttingen. Nach Göttingen fließen von dieser Summe in den kommenden drei Jahren 470 000 Euro.

Das Projekt "RESPOND" soll erforschen, wie die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer versuchen, die Bewegungen der Migration zu steuern, und welche Auswirkungen dies auf Zivilgesellschaften und auf Flüchtlinge hat. Dabei geht es um die Untersuchung von drei verschiedene Ebenen gesellschaftlichen Handelns und Erlebens: Die Makro-Ebene der Politikformulierung und -gestaltung in europäischer und nationalstaatlicher Hinsicht, die mittlere Ebene, in der es um das Handeln von Nichtregierungsorganisationen und zivilgesellschaftlichen Akteuren auf lokaler Ebene geht, sowie die Mikroebene, die das Leben der Fluchtmigrantinnen und -migranten in den Blick nimmt.

Die Projektpartner stammen aus Ländern, durch die die Fluchtroute aus dem Mittleren Osten über den Balkan bis nach Nordeuropa führt – Irak, Libanon, Türkei, Griechenland, Polen, Österreich, Deutschland.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.