Aktuelle Untersuchung

Uni Göttingen ist im Digital-Check bestenfalls Mittelmaß

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Die Aula Universität Göttingen: In dem Gebäude hat auch das Präs idium seinen Sitz.

Die digitale Universität, das Lernen und Lehren, aber auch der Service für Studierende, all das hat seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit gesperrten Präsenz-Hochschulen schnell und extrem an Bedeutung gewonnen.

Die Marketing-Plattform „Sendinblue“ hat nun untersucht, welche der 20 größten deutschen Universitäten während der Corona-Krise am besten digital aufgestellt sind. Testkategorien waren digitale Serviceangebote wie Chatboxen auf der Uni-Webside und ein Online-Studierendenportal. Auch wurde untersucht, ob die Prüfungsverwaltung, Studienberatung sowie Bewerbung vorgenommen werden können.

Ganz vorn liegen im Bewertungskriterium größtes digitales Angebot die FU Berlin und die Ruhr-Universität Bochum. Bei der stärksten Präsenz in den sozialen Netzwerken angeht, rangiert die TU München vorn – sie hat die meisten Follower auf Instagram, Facebook, Twitter und Youtube.

Insbesondere die Möglichkeit, Bewerbung und Immatrikulation nur über das Internet vornehmen zu können, ist bei den meisten großen Unis noch nicht weit verbreitet: Neben der Ruhr-Uni Bochum und der FU Berlin bieten diesen Service nur die TU Dortmund sowie die TU Berlin. Bei allen anderen Hochschulen muss ein Teil der Unterlagen immer noch postalisch eingereicht werden. So auch in der Uni Göttingen, die folglich nur auf Platz 13 gelistet wird. Dort gibt es keine Chatbox und auch keine Online-Studienberatung. Bewerbung und Immatrikulation sind nur teilweise möglich.

Generell werden die Vorteile von Online-Studienberatungen oder Chatboxen auf der Webseite von weniger als der Hälfte der Unis verwendet. Dagegen haben sich Studierendenportale und die Online-Prüfungsverwaltung schon etabliert – alle untersuchten Universitäten nutzen diese Möglichkeiten.

Ein hoher Grad an Digitalisierung geht aber laut der Tester nicht zwingend mit einer stärkeren Präsenz auf Social Media einher: Mit 166.200 Followern auf Instagram, Facebook, Twitter und YouTube belegt die TU München den ersten Platz des Rankings. Auf Platz zwei rangiert mit 143.300 Followern die RWTH Aachen, dicht gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität (141.600 Follower).

Die Universität Göttingen mit ihren mehr als 30 000 Studierenden kommt nur auf 64300 Follower, was zu Platz 16 reicht. Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität liegt mit 34000 Followern auf dem letzten Platz des Rankings. Knapp davor: die TU Dortmund mit 37 600 Followern und die Mainzer Johannes-Gutenberg-Uni (55 800 Follower).  tko

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