Derzeit nur ein Beton-Skelett

Uni Göttingen: Mensa am Nordcampus soll 2022 wieder öffnen

Gebäude der Nordmensa am Nordcampus der Universität Göttingen. Es ist vollkommen entkernt und man sieht nur noch den Torso.
+
Nordmensa am Nordcampus der Universität Göttingen. Das Gebäude ist nur noch ein Torso, wird entkernt und dann komplett um- und aufgebaut, größer und energieeffizienter gestaltet. Fertigstellung: irgendwann 2022.

Die Nordmensa am Nordcampus der Universität Göttingen ist nackt bis aufs Beton-Skelett. Die Mensa wird derzeit von Grund auf saniert, umgebaut und erweitert.

Göttingen – Das Göttinger Studentenwerk steckt viel Geld in das Projekt: 25 Millionen Euro sind veranschlagt – finanziert aus Eigenmitteln und Krediten. Damit wird die Nordmensa auch komplett barrierefrei zugänglich gemacht.

Zurzeit ist der Blick auf das Gebäude gewöhnungsbedürftig, vor allem für jene, die dort täglich ihr Mittagessen eingenommen und sich danach noch draußen im Cafè einen Cappuccino gegönnt hatten. Decken und die tragenden Säulen, sowie der Mittelkomplex stehen noch. Die Außenteile samt Verkleidungen und Fenstern sind komplett beseitigt worden. Arbeiter auf mobilen Hebebühnen und die Abrissbagger tun ihre Arbeit. Der Außenbereich ist überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen, das Gelände weiträumig mit Bauzäunen abgesperrt.

Kein Komplettabriss, auch wenn es momentan so aussieht

Auch wenn die Fassade abgerissen werde, sei das nicht als Komplettabriss zu betrachten und zu bewerten, betont Studentenwerk-Chef Prof. Dr. Jörg Magull vor einigen Monaten.

Irgendwann 2022, wenn nach etwa zwei Jahren Bauzeit die Eröffnung der neuen-alten Nordmensa gefeiert werden soll, wird alles wieder hergerichtet sein, auch das Außengelände.

Laut Studentenwerk wird die Nordmensa ein neues, modernes Gastronomiekonzept erhalten, ebenso High-Tech-Küchengeräte und eine energetisch-sparsame Gebäudetechnik. Nachhaltigkeit ist für das Studentenwerk mehr auch einen eigenen Plan zur CO2-Reduzierung und Klimaneutralität aufgesetzt. Natürlich möchte man über den Einbau neuer, effizienter Technik auch die Betriebskosten senken.

Die Kapazität der Nordmensa soll deutlich steigen: auf 1050 Sitzplätze

Und das bei einer Nutzflächenerweiterung von einst 3.600 auf dann 5.500 Quadratmeter. Statt 770 Sitzplätzen wird die Nordmensa nach Wiedereröffnung 1.050 anbieten. Im Obergeschoss werden drei Ausgabepavillons eingerichtet und 650 Sitzplätze. Bargeldloses Zahlen soll den Service beschleunigen. Magull peilt dort nach Wiedereröffnung die Ausgabe von 4.000 Essen täglich an. 60 Beschäftigte finden dort Arbeit.

400 Sitzplätze warten dann im Untergeschoss auf die Besuchenden: Dort gibt es Möglichkeiten zum Entspannen, an der Ausgabestation „Daily“ werden auch Kalt- und Warmgetränke, Brötchen, Kuchen, Snacks und kleinere warme Speisen zu bekommen sein.

Auch Multifunktionsräume und flächendeckendes W-Lan werden eingerichtet, verspricht Magull.

Aktuell ist man mit den Bauarbeiten auf Kurs: „Es gibt keine Verzögerungen im Zeitplan“, teilt Studentenwerk-Sprecherin Annett Reyer-Günther mit. (Thomas Kopietz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.