Sommersemester gestartet 

Orientierungsphase an der Uni Göttingen ist besser als ihr Ruf

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Die „Silent Disco“ während der Stadtrallye: Einer der Studenten (links) gibt vor, die Kommilitonen müssen das Lied erraten.

Ein neues Semester bedeutet neue Orientierungsphasen für Studenten. Sie sollen den 1250 Göttinger Erstsemestern den Start erleichtern und kämpfen mit einem schlechten Image. 

Der Ruf der gut gemeinten Hilfsangebote hat in der Vergangenheit gelitten: 2012 waren die Veranstaltungen zum Semesterbeginn in die Kritik geraten. Im Herbst 2012 kamen beispielsweise Studenten mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus. Die O-Phase als kollektives Massenbesäufnis von Studenten? Wohl kaum.

„Informieren, Kennenlernen, Ankommen“, mit diesen drei Worten beschreibt Alexander Schildwach von der Wirtschaftswissenschaftlichen Orientierungsphase den Kerninhalt der Veranstaltung. 

Geboten werden den rund 300 Teilnehmern der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Informationsveranstaltungen zum Studium, ein geselliges Miteinander sowie Treffen mit Dozenten, um erste Berührungsängste zu nehmen.

Ein zentrales Element der O-Phase ist die Stadtrallye, bei der einzelne Gruppen verschiedene Stationen rund um den Göttinger Wall ablaufen und spielerisch Aufgaben erledigen müssen. Das dient dazu, die Stadt, aber auch die Kommilitonen besser kennenzulernen. Zu den Spielen gehören unter anderem ein Bobby-Car-Rennen und das klassische Sackhüpfen. 

Aber auch das Spiel „Silent Disco“, bei der ein Student ein Lied auf dem Kopfhörer hört und die anderen erraten müssen, um welches Lied es sich handelt. „Die Stadtrallye ist ein Gemeinschaftsding. Hier kann man Freunde treffen, die einen die ganze Studienzeit begleiten“, sagt Schildwach.

Alkohol gehört nicht zum Programm

Dass dabei das eine oder andere Bier getrunken wird, das ist nicht von der Hand zu weisen. Zu den Spielen selbst gehört der Alkohol aber nicht. Im Gegenteil: Die Organisatoren der Wirtschaftswissenschaftlichen O-Phase sehen sich in der Verantwortung, dem einen oder anderen Erstsemester Grenzen zu setzen.

Die neu gewonnene Freiheit und die damit verbundene Euphorie könnten sonst dazu verleiten, über die Stränge zu schlagen. 

Dass sich die Organisatoren ihrer Verantwortung für die Neuankömmlinge bewusst sind, beweist auch ihre Vorbereitung auf die Orientierungswoche: Im Vorfeld haben sie ihr Wissen zum Thema Antidiskriminierung aufgefrischt, um Erstsemester für das Thema zu sensibilisieren und dafür zu sorgen, dass auch wirklich jeder seinen eigenen Studienstart in Göttingen positiv in Erinnerung behält.

Die Orientierung zum Uni-Start ist für viele Erstsemester nicht einfach. Wir haben ein ABC zum Studienstart zusammengestellt, um dem Uni-Dschungel Herr zu werden. 

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