Weniger Plastikmüll

Uni Göttingen setzt ab sofort auf Mehrwegbecher für Kaffee

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Präsentierten und verschenkten den neuen Mehrwegbecher des Studentenwerks bei der Immatrikulationsfeier: (von links) Sandra Schütz, Antonia Nienstedt, Marek Rumenapf und Prof. Dr. Jörg Magull im Foyer des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) der Uni Göttingen.

Göttingen. Pünktlich zum Semesterstart hat das Studentenwerk der Universität Göttingen einen neuen Mehrweg-To-Go-Becher präsentiert. Das rote Gefäß soll künftig die Einwegbecher für den Kaffee überflüssig machen.

Den Anstoß zur Einführung des Mehrwegebechers kam von Teilnehmern eines Kurses zum Thema „Führungskompetenzen/Projektteams leiten und entwickeln“ im Sommersemester 2018. Bei der Immatrikulationsfeier verteilte das Studentenwerk die Becher kostenlos. Seit Vorlesungsbeginn können die roten Behältnisse im Foyer der Zentralmensa sowie in allen Uni-Cafeterien für 4,80 Euro erworben werden.

Der Becher wurde für die Selbstbedienungsautomaten in Cafeten und Mensen konzipiert. Er besteht aus lebensmittelechtem Plastik, ist spülmaschinenfest und fasst 0,2 Liter Flüssigkeit. Nach einer dreimonatigen Übergangsphase wird mit Beginn des Jahres 2019 ein Aufschlag auf den Kaffeepreis von zehn Cent erhoben, wenn ein Wegwerf-Einwegbecher benutzt wird. Neben dem Mehrwegbecher können die Studenten auch auf Keramikbecher oder ab sofort auf selbst mitgebrachte Becher – sofern sie die passende Höhe haben und 0,2 Liter fassen – zurückgreifen.

Im Unterschied zum „Fair Cup“, der von Göttinger Berufsschülern entwickelt wurde und in örtlichen Bäckereien sowie mittlerweile sogar in Supermärkten eingesetzt wird, handelt es sich bei dem Uni-Gefäß nicht um einen Pfandbecher. „Wir haben diese Option zuvor für unsere gastronomischen Einrichtungen geprüft und halten diese aus technischen Gründen und aus Gründen zu komplizierter Prozesse für nicht praktikabel“, sagte Anett Reyer-Günther, Pressesprecherin des Studentenwerks, auf Anfrage unserer Zeitung.

Laut Reyer-Günther hängt die Entscheidung auch mit dem mangelnden Platz in den Mensen und Cafeten der Uni zusammen. Zudem sei die Anschaffung von Pfandautomaten sehr teuer.

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