Uni Göttingen

Steigt Donnerstag weißer Rauch auf? Spoun als Nachfolger von Uni-Präsidentin Beisiegel im Gespräch

Universität Göttingen, die Aula am Wilhelmsplatz: In dem Gebäude, das auch Sitz der Präsidentin ist, könnte am Donnerstag in Sitzungen ein neuer Uni-Präsident verkündet werden. Foto: Thomas Kopietz

Die Chance, dass die Universität Göttingen am Donnerstag ihren Nachfolger für Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel bekannt geben wird, stehen gut.

Nach Informationen unserer Zeitung läuft es auf einen in der deutschen Uni-Landschaft bekannten Mann hinaus. Im Gespräch ist Sascha Spoun (50), der Präsident der Leuphana-Universität Lüneburg.

Diesen Namen oder gar eine gefallene Entscheidung der Gremien zugunsten Spouns wollte der Pressesprecher der Uni Göttingen, Thomas Richter, auf Anfrage nicht bestätigen: „Die Kandidatur von konkreten Personen werden wir im Vorfeld der Sitzungen weder bestätigen noch dementieren“, teilte Richter mit. Gleichwohl bestätigte er, dass in den am Donnerstag stattfindenden Sitzungen von Senat und Stiftungsausschuss „voraussichtlich über die Empfehlung der Findungskommission für das Amt der Präsidentin und des Präsidenten entschieden wird“. Dann könnte also im übertragenen Sinne weißer Rauch aus dem Verwaltungssitz am Wilhelmsplatz aufsteigen, also Vollzug in der Sache gemeldet werden. Ein Pressetermin für Donnerstag ist von der Uni nicht anberaumt worden.

Dass Sascha Spoun ein heißer Kandidat auf das Amt des Präsidenten der renommierten Georg-August-Universität ist, vermeldete auch die Lüneburger Zeitung am Mittwoch online. Die LZ spricht von einem „großen Los“ dass Sascha Spoun, der dazu nichts sagen will, ziehen könnte. Die LZ sieht für den 50-Jährigen, der 2005 als jüngster Uni-Präsident Geschichte schrieb, in dem möglichen Wechsel an die Uni Göttingen mit ihren mehr als 31 000 Studierenden und dem starken Verbund mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie Deutsches Primatenzentrum und fünf Max-Planck-Instituten einen „riesigen Karrieresprung“.

Die Findungskommission der Uni Göttingen sucht seit Mitte März nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für Beisiegel. Die 66-Jährige will zum 1. Januar 2020 in den Ruhestand gehen. Darum hatte es im vergangenen Jahr Streit gegeben. Denn der Senat wollte Beisiegel – auch nach dem Nichterreichen des Zieles Exzellenz-Universität – schon im Herbst 2019 loswerden. Die interne Forderung der Senatoren wurde im Oktober 2018 nach der Bekanntgabe der Exzellenz-Ergebnisse öffentlich und sorgte für Aufsehen sowie Kritik am Senat.

Ulrike Beisiegel leitet die Uni seit 2011 und legte Wert auf eine Vernetzung und Öffnung der Uni auch am Standort. Aktionen, wie die Kooperation mit Pro City, kamen nicht bei allen gut an. Auch wurden immer wieder die Entscheidungskompetenzen und -richtungen der Präsidentin hinter vorgehaltener Hand kritisiert. (tko)

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